Protest gegen Bundesregierung: "Blackout" in oberfränkischen Apotheken

17. Dezember 2025 , 05:06 Uhr

In ganz Deutschland schalten heute Mittag viele Apotheken ihre Lichter aus. Damit wollen sie symbolisieren: Ohne faire Vergütung bleibt das Licht aus. Beim sogenannten Versorgungsblackout machen auch viele Apotheken in Oberfranken mit, zum Beispiel in Kulmbach und Forchheim. Die Apotheken wollen damit Druck auf die Bundesregierung machen, damit das Apothekenhonorar erhöht wird. Das letzte Mal ist die Vergütung vor über zehn Jahren gestiegen, sagt der Kulmbacher Apotheker Hans-Peter Hubmann. Er ist auch Vorsitzender des Deutschen und des Bayerischen Apothekerverbands. Hubmann erklärt: Die Vergütung ist um drei Prozent gestiegen – die Kosten aber um 65 Prozent. Im Koalitionsvertrag versprechen Union und SPD, das Apothekenhonorar zu erhöhen. Im Entwurf für die Apothekenreform wurde der Punkt aber nicht berücksichtigt, beklagen die Apotheker. Da es „5 vor 12“ für die Apotheken ist, wird das Licht heute auch um fünf vor zwölf für eine halbe Stunde ausgeschaltet, so Hubmann. Die Apotheken haben in der Zeit aber weiterhin geöffnet und sind für ihre Kunden da.

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