Radio Euroherz https://www.euroherz.de Hier schlägt unser Herz. Fri, 18 Sep 2026 14:12:50 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 Frau stirbt bei Kollision mit Bus – Fahrer schwer verletzt https://www.euroherz.de/frau-stirbt-bei-kollision-mit-bus-fahrer-schwer-verletzt-2424456/ Fri, 18 Sep 2026 14:12:50 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260918-930-707388 Eine 65 Jahre alte Autofahrerin hat bei einem Unfall auf der Bundesstraße 27 in Thüngersheim (Landkreis Würzburg) schwerste Verletzungen erlitten und ist noch an der Unfallstelle gestorben. Nach Polizeiangaben verletzte sich auch ein 32 Jahre alter Busfahrer bei dem Unfall schwer.

Demnach fuhr die 65-Jährige mit ihrem Auto auf der B27 in Fahrtrichtung Retzbach. Aus ungeklärter Ursache sei sie in den Gegenverkehr geraten und mit dem Omnibus kollidiert. Trotz schneller Hilfe durch Ersthelfer und der zügig eingetroffenen Rettungskräfte starb sie noch an der Unfallstelle. 

Der Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Weitere Fahrgäste befanden sich nicht im Bus, hieß es. Die Staatsanwaltschaft ordnete einen Sachverständigen zur Klärung der Unfallursache an.

Quelle: dpa

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Prognose: Schülerzahl schrumpft in 2030er Jahren deutlich https://www.euroherz.de/prognose-schuelerzahl-schrumpft-in-2030er-jahren-deutlich-2424366/ Fri, 18 Sep 2026 13:50:20 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260918-930-707204 Deutschland wird im Jahr 2040 nach Berechnungen der Bundesländer fast 700.000 Schülerinnen und Schüler weniger haben als aktuell. Die Bildungsministerkonferenz veröffentlichte dazu in Berlin ihre Prognose. Es wird demnach mit einem weiteren Anstieg bis Ende des Jahrzehnts, aber dann mit einem Rückgang gerechnet.

Bis 2029 wird den Berechnungen zufolge die Zahl der Schüler an allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen von rund 11,27 Millionen im Jahr 2025 um etwa 270.000 auf 11,54 Millionen steigen. Danach gehen die Zahlen zurück. Im Jahr 2040 wird Deutschland der Modellrechnung zufolge rund 10,58 Millionen Schülerinnen und Schüler haben, etwa 694.000 weniger als 2025.

Zum Größenvergleich: Zuletzt hatte Deutschland laut Statistischem Bundesamt rund 830.000 Schulanfänger pro Jahr.

Der Höchststand der Schülerzahl wird den Angaben zufolge 2029 erreicht – drei Jahre früher als in vorherigen Prognosen berechnet. Grund seien insbesondere die seit 2021 deutlich sinkenden Geburtenzahlen.

Verwiesen wird allerdings auf regionale Unterschiede. An manchen Schulen gebe es bereits Rückgänge, anderswo stiegen die Zahlen noch über Jahre an, sagte die aktuelle Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). In den ostdeutschen Flächenländern wird bis 2040 ein besonders starker Rückgang der Schülerzahlen um rund 21 Prozent erwartet.

Quelle: dpa

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An Plauener Straßenbahnhaltestelle: Auto erfasst Kind https://www.euroherz.de/an-plauener-strassenbahnhaltestelle-auto-erfasst-kind-2424321/ Fri, 18 Sep 2026 13:40:32 +0000 https://www.euroherz.de/?p=2424321 Wenn ein Bus oder eine Straßenbahn anhält, darf man nur in Schrittgeschwindigkeit und mit ausreichend Abstand vorsichtig daran vorbeifahren. Ein Autofahrer in Plauen hat das gestern Nachmittag nicht getan. Im Ortsteil Neundorf fuhr er an der Haltestelle Westbahnhof vorbei und erfasste dabei ein Mädchen, das gerade aus der Bahn ausstieg. Die Elfjährige verletzte sich dabei zum Glück nur leicht, musste aber ins Krankenhaus. Der Autofahrer muss sich jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung verantworten.

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«Deine Spuren bleiben»: Gedenkort für getöteten Zugbegleiter https://www.euroherz.de/deine-spuren-bleiben-gedenkort-fuer-getoeteten-zugbegleiter-2424318/ Fri, 18 Sep 2026 13:37:36 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260918-930-707106 Sieben Monate nach dem tödlichen Angriff auf den Zugbegleiter Serkan Calar bei einer Fahrscheinkontrolle erinnert eine Gedenktafel am Hauptbahnhof Mannheim an das Gewaltopfer und die Tat. Im Beisein von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und Bahnchefin Evelyn Palla wurde die Stätte auf Gleis 1 freigegeben. Zu der Zeremonie kamen auch Hinterbliebene und Freunde sowie ehemalige Kolleginnen und Kollegen.

Gemeinsam mit den Angehörigen des Zugbegleiters wolle man einen dauerhaften Mahn- und Gedenkort einrichten, teilte die Deutsche Bahn mit. «Diese Gedenktafel erinnert an unserem Serkan – und gleichzeitig an etwas, das uns alle verbindet: Jeder Mensch ist wertvoll. Jeder Mensch verdient Respekt. Kein Mensch sollte vergessen werden», teilte die Familie mit. «Serkan, du bist gegangen, aber deine Spuren bleiben. (…) Du wirst niemals vergessen.»

Tod als Mahnung

Der Text auf der Tafel lautet: «Serkan Calar. Im Dienst für die Deutsche Bahn verlor er am 4. Februar 2026 im Alter von 36 Jahren infolge eines tätlichen Angriffs sein Leben. Mit großem Engagement war er für Reisende sowie Kolleginnen und Kollegen da. Wir erinnern in Dankbarkeit und Respekt an ihn. Sein Tod mahnt uns zu Rücksichtnahme und einem respektvollen Miteinander.»

Der 36 Jahre alte Calar aus Ludwigshafen war Anfang Februar nach einem Angriff eines Fahrgastes ohne Ticket in einem Regionalexpress in der Pfalz an einer Hirnblutung gestorben. Die Tat sorgte bundesweit für Entsetzen und löste eine Debatte über mangelnde Sicherheit in Zügen in Deutschland aus. Der Täter wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Mannheim war der Dienstort von Calar.

Körperliche Übergriffe auf Beschäftigte

Der alleinerziehende Calar hinterließ zwei minderjährige Söhne. Bei der Zeremonie sprachen Palla und Bilger sowie Calars Bruder Eray nach einer Schweigeminute einige Worte und legten Blumen am Gedenkort nieder. Die Deutsche Bahn hat ihre Maßnahmen nach dem Angriff ausgeweitet. So gehören etwa Bodycams inzwischen zum Alltag vieler Beschäftigter mit Kundenkontakt.

Hintergrund ist eine Entwicklung, die die Bahn mit Zahlen beschreibt. 2025 wurden konzernweit 3.264 körperliche Übergriffe auf Beschäftigte registriert. Rund 70 Prozent davon betrafen das Zugbegleitpersonal. Allein bei DB Regio waren es 1.659 Fälle. Im ersten Halbjahr 2026 wurden dort bereits 989 körperliche Übergriffe gezählt, darunter 22 schwere Körperverletzungen.

Quelle: dpa

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HSV verlängert Vertrag mit Trainer Polzin langfristig https://www.euroherz.de/hsv-verlaengert-vertrag-mit-trainer-polzin-langfristig-2424309/ Fri, 18 Sep 2026 13:33:55 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260918-930-707052 Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat wie erwartet den Vertrag mit Trainer Merlin Polzin verlängert. Der Verein band den 35-Jährigen langfristig an sich, wie der HSV einen Tag vor dem Spiel am Samstag gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr/Sky und RTL) mitteilte. 

Auch Polzins Partner Loic Favé (33) sowie die Co-Trainer Richard Krohn (31) und Max Bergmann (28) erhielt neue Verträge. Über die Länge der Kontrakte machte der HSV keine Angaben. Laut Medienberichten gelten die neuen Arbeitspapiere bis Juni 2029.

Bekenntnis trotz Fehlstarts

Trotz der sportlich größten Krise seit der Bundesliga-Rückkehr 2025 mit null Punkten und 0:12 Toren, darunter zwei 0:5-Niederlagen gegen den FSV Mainz 05 und bei RB Leipzig, kommt die Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrags von Polzin nicht überraschend. Sowohl der Trainer als auch die neue Sportvorständin Kathleen Krüger hatten zuletzt stets betont, die Zusammenarbeit fortzusetzen. 

Ende 2024 war Polzin nach der Trennung von Steffen Baumgart erst zum Interims- und dann zum Cheftrainer aufgestiegen. Im Mai 2025 führte der gebürtige Hamburger den HSV zurück in die Bundesliga und hielt mit der Mannschaft in der vergangenen Saison souverän die Klasse. Ähnlich wie in der Vorsaison misslang dem HSV in dieser Spielzeit der Saisonstart mit einer erneut neu formierten Mannschaft.

Quelle: dpa

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Wiesn-Lizenz: Das gilt für Influencer auf dem Oktoberfest https://www.euroherz.de/wiesn-lizenz-das-gilt-fuer-influencer-auf-dem-oktoberfest-2424300/ Fri, 18 Sep 2026 13:31:05 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260918-930-707045 Eine Pose im Dirndl vor dem Kettenkarussell, eine mit Maß in der Hand im Zelt und dann vielleicht noch eine Übersicht vom Riesenrad: Wenn an diesem Wochenende das Münchner Oktoberfest beginnt, werden die sozialen Netzwerke wieder geflutet mit bunten Fotos aus München im Ausnahmezustand. Doch das kann teuer werden – zumindest für professionelle Influencer. 

Lizenzgebühr wird individuell festgelegt

Denn wer mit Social-Media-Inhalten unmittelbar oder mittelbar kommerzielle Zwecke verfolgt – etwa durch Sponsoring, Kooperationen oder Produktplatzierungen – der braucht für die Wiesn eine Genehmigung. Die Lizenzgebühr wird laut der Stadt München im Einzelfall festgelegt und hängt von der Reichweite ab. Livestreams sind auf dem Festgelände untersagt. 

Dass die Stadt München auf ihre Marke Oktoberfest genau aufpasst, ist nichts Neues. Wer mit der Wiesn verdienen will, der brauchte schon immer eine Genehmigung, beispielsweise für Dreharbeiten. Und wer Produkte mit Bezeichnungen wie Oktoberfest oder Wiesn verkaufen wollte, der benötigte dafür auch bislang schon eine Lizenz. Neu ist allerdings die Diskussion, die darum aktuell unter denjenigen entstanden ist, die mit Instagram und Co. ihr Geld verdienen. 

«Klare Regeln für kommerzielle Nutzung»

«Grundsätzlich finde ich es richtig, dass die Stadt München das Oktoberfest als weltweit bekannte Marke schützt und klare Regeln für die kommerzielle Nutzung schafft», sagt Cathy Hummels, die nicht ganz unschuldig an der Debatte ist. Schließlich brachten Veranstaltungen wie ihr alljährlich stattfindender «Wiesn-Bummel» die Stadt auf die Idee, bei der Regulierung von Influencer-Aktivitäten nachschärfen zu müssen. Hummels hat für ihren Bummel inzwischen eine Lizenz.

Die aktuelle Diskussion zeige, «wie wichtig Aufklärung ist», betont die 38-Jährige, die ihren Followern die Regeln in einem Instagram-Reel erklärt hat. «Vielen Creatorn war bislang gar nicht bewusst, wo privater Content endet und kommerzielle Nutzung beginnt.»

Cathy Hummels hat einen Vorschlag

Sie sehe die Regelung «nicht grundsätzlich kritisch», betont sie. «Ich glaube aber, dass sie noch einfacher, transparenter und digitaler werden könnte.»

Ihre Idee: ein digitaler «Wiesn Content Check» als App oder Plattform. «Creator beantworten dort vorab einige Fragen zu ihrem geplanten Content: Ist es eine Kooperation? Wird ein Produkt beworben? Gibt es eine Gewinnerzielungsabsicht? Daraus ergibt sich zunächst, ob eine Lizenz erforderlich sein könnte», sagt Hummels. «Ist eine Lizenz notwendig, könnte man sie direkt über die Plattform beantragen und bezahlen. So hätten Creator schnell Klarheit und die Stadt gleichzeitig Transparenz darüber, wie ihre Marke kommerziell genutzt wird.»

Aus ihrer Sicht hat auch die Stadt München durchaus etwas von den vielen Influencer-Aktivitäten auf der Wiesn: «Creator tragen enorm zur internationalen Sichtbarkeit des Oktoberfests bei. Deshalb finde ich es wichtig, den Schutz der Marke und die Möglichkeiten moderner Kommunikation sinnvoll miteinander zu verbinden.»

Influencer, denen das alles zu kompliziert ist, können übrigens auch die Wiesn Wiesn sein lassen und rüberwechseln nach Baden-Württemberg. Im Gegensatz zum Oktoberfest müssen Influencer auf dem bald startenden Cannstatter Wasen in Stuttgart für ihre Social-Media-Inhalte in diesem Jahr nämlich keine Lizenzgebühr bezahlen.

Quelle: dpa

 

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Lange Nacht der Demokratie: Auftakt in Münchberg https://www.euroherz.de/lange-nacht-der-demokratie-auftakt-in-muenchberg-2424243/ Fri, 18 Sep 2026 13:20:55 +0000 https://www.euroherz.de/?p=2424243 Wirtshausabende, Theater und Workshops prägen den September und Oktober im Landkreis Hof. Im Rahmen der „Langen Nacht der Demokratie“ gibt es wieder verschiedene Veranstaltungen. Das diesjährige Motto lautet „Miteinander ins Gespräch kommen – unsere Gemeinde gemeinsam weiterdenken“. Auftakt ist heute um 20 Uhr im Schützenhaus in Münchberg. Dort bietet das Planungsteam verschiedene Formen an, um die abstrakten Begriffe Werte und Demokratie greifbar zu machen. Morgen geht es um 16 Uhr im Rathaus in Schwarzenbach an der Saale weiter. Dort ist die „Lange Nacht der Demokratie“ in den Jubiläumstag „20 Jahre Nördliches Fichtelgebirge“ eingebettet. Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und das Wertebündnis Bayern unterstützen das Projekt.

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Vor AfD-Treffen in Marktredwitz: Pargent kritisiert Russlandnähe https://www.euroherz.de/vor-afd-treffen-in-marktredwitz-pargent-kritisiert-russlandnaehe-2424234/ Fri, 18 Sep 2026 13:20:11 +0000 https://www.euroherz.de/?p=2424234 Seit dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt diskutiert auch die Region intensiv über ihre Rolle. Der AfD-Kreisverband Wunsiedel lädt morgen zu seinem ersten Kreistagsfraktionsdialog nach Marktredwitz ein. Der oberfränkische Grünen-Landtagsabgeordnete Tim Pargent kritisiert, dass dort auch drei russische Medienvertreter dabei sind. Wer die Nähe zu Putins Umfeld suche, zeige die eigenen Sympathien zur Gleichschaltung der Medien und mache sich zum Steigbügelhalter des Kremls, so Pargent. Eine Grünen-Anfrage hat ergeben, dass bayerische AfD-Abgeordnete zahlreiche Kontakte nach Russland pflegen. In Marktredwitz mit dabei ist zum Beispiel der AfD-Bundestagsabgeordnete Rainer Rothfuß. Er organisierte sogenannte „Druschba-Friedensfahrten“ nach Russland und steht mit russischen Amtsträgern und der prorussischen Bikergang „Night Wolves“ in Kontakt.

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Putins Kriegswahl – Russland wählt neues Parlament https://www.euroherz.de/putins-kriegswahl-russland-waehlt-neues-parlament-2424219/ Fri, 18 Sep 2026 13:07:42 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260918-930-706863 In Russland hat unter dem Eindruck des Angriffskrieges von Kremlchef Wladimir Putin gegen die Ukraine die dreitägige Parlamentswahl begonnen. Gleich am ersten Tag mussten wegen Drohnenalarms in der Schwarzmeermetropole Sotschi zeitweilig die Wahllokale geschlossen werden. Die Ukraine setzte ihre Gegenangriffe in dem Krieg fort. Die vom Urnengang ausgeschlossene Anti-Kriegspartei Jabloko beklagte bereits am ersten Tag Wahlrechtsverstöße. Insgesamt aber verlief der Start der ersten Duma-Wahl seit Kriegsbeginn vor mehr als viereinhalb Jahren ruhig.

Präsident Putin gab seine Stimme am Computer im Kreml ab. Er hatte die Russen aufgefordert, mit ihrer Stimmabgabe einen Beitrag zum Sieg des Landes zu leisten. Deshalb gilt der schon vorab von Kritikern als unfair bezeichnete Urnengang vor allem als ein Referendum über die Fortsetzung der seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Invasion. 

Die seit über 20 Jahren regierende Kremlpartei Geeintes Russland erwartet nach dem Ausschluss der Anti-Kriegspartei Jabloko trotz einer massiven Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und Unzufriedenheit der Menschen eine Zweidrittelmehrheit. Für die Partei kandidieren Dutzende Kriegsveteranen.

Aufgerufen sind mehr als 110 Millionen Russinnen und Russen zur Wahl von 450 Abgeordneten für die neue Staatsduma in Moskau. Die Opposition ist nicht zugelassen. Die zehn Parteien auf dem Wahlzettel gelten durchweg als kremlnah – und als Unterstützerinnen des von Putin befohlenen Kriegs. Neben der Regierungspartei Geeintes Russland, deren Sieg als gesetzt gilt, sind im Parlament bisher vier weitere systemtreue Parteien vertreten.

Kritik an Wahlen in besetzten Gebieten

Gegen den Protest der Ukraine wird die Wahl erstmals auch in den von Russland kontrollierten Teilen der annektierten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson abgehalten. Zu sehen war in den Staatsmedien, wie Menschen etwa im Gebiet Donezk unter Bewachung von bewaffneten Soldaten ihre Stimmzettel in die Wahlurnen warfen. Während Kritiker im Westen von Einschüchterung der Menschen mit vorgehaltener Waffe sprechen, betonen russische Behörden, dass die Soldaten dem Schutz der Wähler dienten.

Putin, der stets kritisiert, dass die Ukraine anders als Russland in Kriegszeiten keine Wahlen abhält, will damit seinen Gebietsanspruch auf die bereits in der Verfassung verankerten Regionen untermauern. Zum wiederholten Mal bei der Wahl dabei ist die bereits 2014 annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim.

Die internationale Gemeinschaft sieht im Abhalten von Wahlen in besetzten Gebieten einen Verstoß gegen das Völkerrecht. Traditionell stehen die Wahlen in Russland wegen des Ausschlusses von Oppositionellen und der Dominanz der vom Kreml gesteuerten Medien als unfair und undemokratisch in der Kritik.

Ruhiger Wahlkampf in Krisenzeiten

In Russland war in den vergangenen Monaten abgesehen von Putins Appellen und einigen Plakaten kaum etwas zu merken von einem echten Wahlkampf. Dabei gibt es im fünften Kriegsjahr zunehmend Probleme. Die westlichen Sanktionen haben das Leben im Land extrem verteuert.

Die Menschen klagen nicht nur über hohe Inflation, sie ärgern sich etwa auch darüber, dass Benzin an Tankstellen entweder gar nicht verfügbar ist oder nur rationiert angeboten wird. Durch die ukrainischen Drohnenangriffe auf Ölraffinerien gibt es in vielen Teilen des Landes eine Benzinkrise.

«Aus Angst vor dem Ausmaß der in Russland angehäuften Probleme unternimmt der politische Block des Kremls alles in seiner Macht Stehende, um die Wahlen so unauffällig wie möglich abzuhalten», sagt der Experte Andrej Perzew in einer Analyse für die Denkfabrik Carnegie. Für Putins Machtapparat sei es das erste Mal überhaupt, dass eine Wahl unter solch schwierigen Bedingungen durchgezogen werde. Perzew erwartet dennoch, dass der Kreml trotz der sozioökonomischen Krise sein Ziel von 300 der 450 Mandate für die regierende Partei Geeintes Russland «technisch» erreicht.

Umfragen stimmen auf neuen Sieg der Kremlpartei ein

Laut Umfragen staatlicher Meinungsforschungsinstitute kann die Kremlpartei mit über 30 Prozent der Stimmen rechnen. Das Institut Wziom sah zuletzt die Kommunistische Partei auf dem zweiten Platz (mit elf Prozent) und die für ein liberales Großstadtpublikum gegründete Partei Nowyje Ljudi (Neue Leute) auf dem dritten Platz (mit zehn Prozent). Auf Rang vier steht demnach die ultranationalistische Partei LDPR (neun Prozent). Knapp schaffen könnte den Wiedereinzug in die Duma demnach auch Gerechtes Russland mit fünf Prozent.

Bei der Duma-Abstimmung 2021 sprach die zentrale Wahlkommission der Partei Geeintes Russland 49,8 Prozent der Stimmen zu. Die Kommunisten kamen demnach auf 18,9 Prozent, die LDPR auf 7,5 Prozent, Gerechtes Russland auf 7,4 Prozent und Nowyje Ljudi auf 5,3 Prozent.

Erste Ergebnisse werden nach Schließung der letzten Wahllokale in Kaliningrad (früher Königsberg) am Sonntag um 20.00 Uhr erwartet. Neben der Duma-Wahl werden auch in acht Regionen Abgeordnete für Gebietsparlamente gewählt. Insgesamt laufen laut Wahlleitung rund 2.200 Wahlen auf verschiedenen staatlichen Ebenen.

Quelle: dpa

 

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Dänisches Gericht: Kein Umgangsrecht Eugen Blocks mit Enkeln https://www.euroherz.de/gericht-kein-umgangsrecht-fuer-eugen-block-mit-enkeln-2424135/ Fri, 18 Sep 2026 14:06:22 +0000 urn:newsml:dpa.com:20090101:260918-930-706668 Der Gründer der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, darf seine Enkelkinder in Dänemark weiterhin nicht sehen. Ein Gericht im süddänischen Sonderburg (Sønderborg) lehnte einen Antrag auf Umgangsrecht mit dem zwölfjährigen Jungen und dem 15-jährigen Mädchen ab. Das teilten der Vater der Kinder, Stephan Hensel, und ein Sprecher von Block übereinstimmend mit.

Um die beiden Kinder gibt es seit Jahren einen Sorgerechtsstreit zwischen Blocks Tochter Christina und ihrem in Dänemark lebenden Ex-Mann Hensel. Nach einem Wochenendbesuch Ende August 2021 hatte der Vater die Kinder nicht wie vereinbart zur Mutter nach Hamburg zurückgebracht. 

Prozess um Entführung in Hamburg

Anfang 2024 waren der Junge und das Mädchen nach Deutschland entführt worden. Hensel war von den Kidnappern niedergeschlagen worden. Christina Block steht seit Juli vergangenen Jahres in Hamburg vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, eine israelische Sicherheitsfirma mit der Entführung beauftragt zu haben, was sie bestreitet. Am 5. Januar 2024 hatte sie die Kinder nach einer Hamburger Gerichtsentscheidung zu ihrem Ex-Mann zurückbringen lassen.

Nach der Rückholaktion hatte ein dänisches Gericht Christina Block im Mai 2025 das Sorgerecht und das Umgangsrecht entzogen. Sie darf ihre beiden jüngeren Kinder, die mit ihrem Vater in Dänemark leben, derzeit nicht sehen und auch keinen Kontakt zu ihnen haben. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte nach der Entführung zunächst auch gegen den Großvater ermittelt, das Verfahren dann aber eingestellt.

Streit um Umgangsrecht geht weiter

Hensel und seine neue Ehefrau Astrid Have erklärten zum Urteil des dänischen Familiengerichts, die beiden Kinder sagten seit langem, dass sie keinen Kontakt zu ihrem Großvater wünschten. «Wir hoffen, dass dieser Wunsch nun endlich respektiert wird.»

Eugen Block äußerte sich enttäuscht über das Urteil: «Leider habe ich in dieser ersten Instanz nicht erreicht, dass für die Kinder wieder ein Stück familiäre Normalität einkehren kann.» Die Entscheidung bedeute, dass ihm der Kontakt zu seinen Enkelkindern in Dänemark weiterhin verwehrt bleibe. Das ist nach seinen Angaben bereits seit fünf Jahren der Fall.

Block kündigte zugleich an, dass er das Urteil anfechten werde. «Ich werde den Rechtsweg in Dänemark weiterverfolgen. Mein Ziel bleibt, unser Familienleben wieder gemeinsam mit allen Enkelkindern gestalten zu können», ließ der 86-Jährige über einen Sprecher erklären. Das Gericht machte keine Angaben zu dem Urteil.

Ex-Verteidiger von Christina Block als Zeuge in Hamburg

Der Prozess gegen Christina Block und sechs Mitangeklagte soll nach einer gut dreiwöchigen Pause am Montag fortgesetzt werden. Für den 75. Verhandlungstag ist ihr früherer Verteidiger Otmar Kury als Zeuge geladen. Kury soll auf Antrag der Verteidigerin eines angeklagten Sicherheitsunternehmers aussagen, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Christina Block hatte im Prozess angegeben, sie entbinde Kury nicht von seiner Verschwiegenheitspflicht.

Quelle: dpa

 

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