Die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum bleibt eine Herausforderung. Arztpraxen machen zu, die Finanzierung von Krankenhäusern können Kommunen nur noch schwer stemmen. Auch den Saale-Orla-Kreis betrifft das. Nun gibt es einen Lösungsansatz.
Die Steuerungsgruppe, die im Saale-Orla-Kreis für die Erstellung des „Gesamtkonzeptes Gesundheit“ zuständig ist, hat ein kommunales Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) vorgeschlagen. Es soll wegfallende oder nichtbesetzte Arztstellen im Landkreis abmildern. Landrat Christian Herrgott will deshalb in der nächsten Kreistagssitzung am 15. Juni eine entsprechende Machbarkeitsstudie vorschlagen. In einem MVZ arbeiten Ärzte verschiedener Fachrichtungen oder Hausärzte unter einem Dach zusammen – vergleichbar mit einer Großpraxis. Dort ist also auch eine fachübergreifende Behandlung möglich. Träger sind normalerweise private Gesundheitsunternehmen oder Krankenhäuser – eine Kommune könnte es rechtlich aber auch sein. Die Steuerungsgruppe rechnet mit Kosten von etwa 210.000 Euro für die Machbarkeitsstudie.