Am Oberkotzauer Bahnhof ist ein vermeintlicher Drogenhandel im Oktober so eskaliert, dass die Polizei mit einem Großaufgebot anrücken musste. Zwei Gruppen haben sich geschlagen; es waren Messer, eine Schreckschusspistole, Elektroschocker und Kabelbinder im Spiel – mit denen soll ein jugendlicher Dealer dann auch in einem Kofferraum gefesselt worden sein.
Er, sein Bruder und sein Schwager mussten sich wegen des Vorfalls und eines weiteren Vorfalls am Hofer Bahnhof jetzt vor der Jugendkammer des Landgerichts Hof verantworten. Zu den Vorwürfen zählen bewaffneter Drogenhandel, gefährliche Körperverletzung und versuchter Totschlag. Wie es auf Nachfrage bei Gericht heißt, kamen die drei syrischen Angeklagten mit Bewährungsstrafen zwischen zehn Monaten und über ein Jahr und mehreren Monaten davon. Das entspricht im Wesentlichen dem, was Verteidigung und Staatsanwaltschaft vorgeschlagen haben.