Wie viele Handwerksbetriebe hatten es auch die Brauereien in der Region zuletzt nicht immer einfach. Auch die Kulmbacher Gruppe schaut mit gemischten Gefühlen auf die ersten sechs Monate des Jahres. Der Umsatz ist in der ersten Jahreshälfte leicht auf 142,5 Millionen Euro gesunken – der Gewinn aber auf fast 5,8 Millionen Euro gestiegen. Das operative Ergebnis, also vor Zinsen und Steuern, wurde mit neun Millionen Euro mehr als verdoppelt. Hauptgründe sind gesunkene Rohstoffkosten und höhere Preise. Starke Wachstumstreiber waren demnach die Mönchshof Brauspezialitäten und die alkoholfreie Marke Bad Brambacher. Scherdel hat in der ersten Hälfte des Jahres weniger Bier verkauft. Als regionaler Marktführer kann Scherdel aber mit seinem Sortiment im stark umkämpften Biermarkt bestehen, heißt es in der Bilanz. Die Kulmbacher Gruppe macht deutlich: Trotz eines schwierigen Marktumfeldes steht sie stabil da und sieht für den Rest des Jahres Chancen auf ein leichtes Umsatzwachstum.