Tennis

Rückschlag für Zverev: Niederlage gegen Djokovic

04. Oktober 2026 , 16:22 Uhr

Alexander Zverev kann doch noch verlieren. Nach vielen Siegen in den vergangenen Wochen ist in Peking Novak Djokovic zu stark. Ein Rückschlag auch im Rennen um Platz eins.

Auf dem Weg zum Tennis-Thron hat Alexander Zverev einen Rückschlag hinnehmen müssen. Der zweimalige Grand-Slam-Turnier-Champion verlor beim ATP-500er-Turnier in Peking in einer hochklassigen Partie gegen den Serben Novak Djokovic mit 6:4, 4:6, 4:6 und verpasste damit den Einzug ins Halbfinale.

Damit kann Zverev bei den Turnieren in Asien Jannik Sinner nicht mehr von Platz eins der Weltrangliste verdrängen. Dafür hätte er in Peking und danach in Shanghai gewinnen müssen. Da Sinner aber wegen Kniebeschwerden auch für das Masters-1000-Event in der kommenden Woche absagen musste, kann Zverev den Rückstand zumindest weiter verkürzen.

Djokovic in Peking nicht zu schlagen

Djokovic verwandelte gegen Zverev nach 2:34 Stunden seinen zweiten Matchball. Im Halbfinale trifft der 39-Jährige nun auf den Russen Daniil Medwedew. Für Djokovic war es in Peking der 32. Sieg in Serie, die langjährige Nummer eins der Welt hat dort noch nie ein Spiel verloren.

«Das sind die Momente, für die ich noch Tennis spiele», sagte Djokovic nach seiner beeindruckenden Vorstellung. «Er ist im Moment der beste Spieler auf der Welt, hat einen unglaublichen Lauf und viel Selbstvertrauen. Wenn er so aufschlägt, wie im Moment, dann ist es ein Alptraum, gegen ihn zu spielen. Die wenigen Chancen, die du bekommst, musst du nutzen und das ist mir heute zum Glück gelungen», sagte der Serbe.

In einer Partie auf höchstem Niveau dauerte schon der erste Satz eine knappe Stunde, ehe Zverev seinen zweiten Satzball zum 6:4 nutzte. Im zweiten Durchgang vergab Zverev beim Stand von 4:4 einen Breakball, um kurz danach selbst seinen Aufschlag und damit den Satz abzugeben. Auch im dritten Satz lieferten sich beide ein Duell auf Topniveau, in dem Zverev am Ende ein bisschen die Luft ausging.

Sinner fällt weiter aus

Zverev hatte zuletzt viel Tennis gespielt. Nach seinem Triumph bei den US Open in New York, hatte Zverev auch für Deutschland im Davis Cup gegen Kroatien und für das Team Europa im Laver Cup gegen das Team Welt gespielt und jeweils gewonnen.

Sein großes Ziel bis zum Ende des Jahres ist es, Sinner als Nummer eins der Welt abzulösen. Und die Chancen stehen trotz der bitteren Niederlage gegen Djokovic gut. Denn Sinner muss nach wie vor wegen Knieproblemen pausieren und sagte nun auch für das Masters-Turnier in Shanghai vom 7. bis 18. Oktober ab. Dort wäre er als Titelverteidiger an den Start gegangen und verliert nun viele Weltranglisten-Punkte. Wann der Italiener auf die Tour zurückkehrt, ist völlig ungewiss.

Becker einziger Deutscher auf Platz eins

Zverev wäre bei den Männern erst der zweite Deutsche nach Boris Becker auf dem Tennis-Thron. Becker war insgesamt zwölf Wochen die Nummer eins der Welt. 

Anfang Februar nach den Australian Open hatte Zverev noch über 9.000 Punkte Rückstand auf den damals führenden Carlos Alcaraz und knapp 5.700 auf den zweitplatzierten Sinner. Weil Alcaraz in diesem Jahr aber monatelang wegen einer Handgelenksverletzung ausfiel und nun Sinner pausieren muss, hat sich die Situation zugunsten von Zverev gewandelt.

Quelle: dpa

 

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