Zugentgleisung in Selbitz: Strafbefehl gegen Lokführerin

03. Juli 2026 , 06:05 Uhr

Eine Zugentgleisung im November vor dem Selbitzer Bahnhof hat damals für Einschränkungen auf der Strecke Hof-Bad Steben gesorgt. Für mehrere Tage mussten die Fahrgäste auf Busse umsteigen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hof sind mittlerweile abgeschlossen und der Fall liegt beim Amtsgericht Hof. Was sind die Erkenntnisse bisher?

Die Hofer Staatsanwaltschaft kommt zum Ergebnis, dass die Lokführerin vor dem Selbitzer Bahnhof ein Haltesignal missachtet haben soll. So ist der Agiliszug auf eine Weiche geraten, die nicht in der richtigen Position stand. Das Überfahren dieser Weiche hat zur Entgleisung geführt. Dabei ist ein Schaden an Zug, Schienen und Schwellen in Höhe von rund 300.000 Euro entstanden. Die besagte Weiche war nach der Durchfahrt eines früheren Zuges nicht mehr automatisch in die Grundstellung zurückgefallen, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Warum ist trotz technischer Überprüfung unklar. Die Lokführerin hat den Bahnverkehr fahrlässig gefährdet, als sie das Signal nicht beachtet und den Zug nicht zum Stehen gebracht hat. Der Fall liegt nun beim Amtsgericht Hof. Gegen einen mittlerweile erlassenen Strafbefehl wurde Einspruch erhoben, heißt es da auf Nachfrage. Ein Verhandlungstermin ist noch in Abstimmung, könnte aber voraussichtlich im Oktober stattfinden.

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