Zu hohe nationale CO2-Abgaben: Keramikverband fordert zweijähriges Aussetzen der CO2-Bepreisung

12. März 2026 , 08:21 Uhr

Steigende Strom-, Gas- und Spritpreise: der Nahost-Konflikt hat auch Auswirkungen in unserer Region. Viele regionale Unternehmen sind von den wirtschaftlichen Folgen betroffen – besonders wenn es um die Energiepolitik in Deutschland geht. Viele Keramikunternehmen in der Region haben besonders mit der hohen nationalen CO₂-Abgabe zu kämpfen. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Keramischen Industrie, Christoph René Holler:

Die Industrie ist in den letzten Jahren durch diesen nationalen CO₂-Preis massiv belastet worden und dies hauptsächlich nur in Deutschland. Deswegen kann seitens der Industrie nur die Aufforderung an die Politik lauten, jetzt sehr schnell die nationale CO₂-Bepreisung zumindest für die industriellen Anlagen abzuschaffen oder auszusetzen.

Rund 65 Euro pro Tonne an steuerlichen Abgaben müssen die Keramikunternehmen leisten, die auf die ohnehin schon teuren Erdgaspreise dazukommen. Pro Jahr sind das mehrere hunderttausend Euro mehr, die deutsche Keramikfirmen im Vergleich zu Firmen im Ausland tragen müssen. Holler fordert deshalb von der Bundesregierung, die nationale CO₂-Bepreisung für die nächsten zwei Jahre auszusetzen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben.

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