Sozialer Wohnungsbau

Zahl bezahlbarer Wohnungen in Bayern sinkt weiter

18. März 2026 , 14:54 Uhr

Teure Mieten fressen nicht nur einen Großteil des Einkommens auf - wer wenig Geld hat, kann sich gerade in Bayern oft gar keine Wohnung mehr leisten. Aktuelle Zahlen zeigen eine traurige Tendenz.

Ende 2025 gab es bayernweit nur noch 133.393 Sozialwohnungen. Dies teilte das Bauministerium in München mit. Der Bestand geht seit Jahren zurück. Zum Vergleich: Ende 2015 lag die Zahl der sogenannten belegungsgebundenen Mietwohnungen noch bei 146.815. 

Nach Angaben des Ministeriums wurde der Rückgang des Bestands von Wohnungen, die nur an Personen mit einem gültigen Wohnberechtigungsschein vermietet werden dürfen, aber zuletzt deutlich gebremst. Zudem seien auslaufende Belegungsbindungen größtenteils durch neue Bindungen im Rahmen der Wohnraumförderung ersetzt worden. Statistisch zeigt sich dies in der Auflistung des Ministeriums insofern, als die Zahl der Wohnungen praktisch seit 2021 nur noch wenig variiert.

Erstmals erfasst das Ministerium in diesem Jahr in seiner Statistik zum sozialen Wohnungsbau auch die im Rahmen der Studierendenwohnraumförderung und des landeseigenen Modernisierungsprogramms geförderten respektive gebundenen Wohneinheiten. Demnach gab es Ende 2025 in Summe immerhin 175.340 sozial gebundene Mietwohnungen und Wohnplätze. 

Da der Staat den Bau der Wohnungen fördert, hat er in der Folge für eine festgelegte Dauer ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Mieter. Dadurch sollen Personen mit geringem Einkommen vor teuren Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt geschützt werden.

«Geld allein baut noch keine Wohnungen»

Mit zahlreichen Maßnahmen der Wohnraumförderung trage der Freistaat dazu bei, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, hieß es weiter. «Das beste Mittel gegen Wohnungsmangel und steigende Mieten ist, mehr zu bauen. Deshalb investieren wir im Doppelhaushalt 2026/27 erneut Rekordmittel in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro», sagte Bauminister Christian Bernreiter (CSU). Aber: «Geld allein baut noch keine Wohnungen. Deshalb arbeiten wir mit aller Kraft daran, das Bauen schneller, effizienter und günstiger zu machen.»

Um den hohen Bedarf an Sozialwohnungen, gerade in den bayerischen Ballungszentren, decken zu können, brauche es aber auch private Initiativen. «Der Freistaat allein kann nicht alle benötigten Wohnungen in Bayern schaffen oder fördern. Es ist dringend nötig, dass der private Wohnungsbau wieder anspringt», sagte Bernreiter. Der Freistaat setze sich deswegen beim Bund für verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten, Steuerentlastungen, Vereinfachung der KfW-Programme und Überprüfung der Standards ein.

Quelle: dpa

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