Morgendliche Mondfinsternis

Wolken nehmen Sicht auf partielle Mondfinsternis

28. August 2026 , 07:33 Uhr

Nach Sonnenfinsternis und Sternschnuppen bietet der August ein weiteres Himmelsschauspiel. Doch Frühaufsteher werden enttäuscht: Das Wetter spielt nicht mit.

Über Deutschland hat es am Morgen eine partielle Mondfinsternis gegeben. Für das Schauspiel mussten Interessierte früh aufstehen: Der Erdtrabant trat um 4.34 Uhr in den Kernschatten der Erde ein. Doch die Wetterverhältnisse waren ungünstig.

Dichte Wolken versperren die Sicht

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte schon vorher wenig Hoffnung auf freie Sicht gemacht, weil von Westen Wolken, Schauer und Gewitter heranzogen. Und so kam es dann auch: Wahrscheinlich habe man die partielle Mondfinsternis wegen der relativ dichten Bewölkung über Deutschland nirgendwo sehen können, sagte DWD-Meteorologe Martin Jonas. «Es sind ja auch einige kräftige Gewitter durchgezogen, und insofern ist es tatsächlich so gewesen, dass man sie nicht hat sehen können.» 

Es habe zwar im Süden und in Mitteldeutschland einige größere Wolkenlücken gegeben, erklärte der Experte. «Aber insgesamt muss man sagen, dass die Chancen, die Mondfinsternis zu sehen, doch relativ gering gewesen sind.»

Ein dpa-Reporter berichtete, dass der Mond vor Beginn der partiellen Finsternis ganz im Osten Brandenburgs noch am Himmel zu sehen gewesen sei. Mit dem Start seien die Wolken dann aber immer dichter geworden, sodass der Mond dann ganz verschwand. 

Bei guter Sicht oder einer Wolkenlücke wäre vor allem der Beginn der partiellen Finsternis kurz nach halb fünf gut zu sehen gewesen, weil der Mond da in dunkler Nacht noch hoch am Himmel stand, wie die Vereinigung der Sternfreunde mit Sitz im südhessischen Bensheim vorab erklärt hatte. Mit zunehmender Verfinsterung des Mondes setzte dann die Morgendämmerung ein. Der Zeitpunkt des Austritts des Trabanten aus dem Kernschatten der Erde sollte bei 7.52 Uhr liegen und damit nach Monduntergang.

In anderen Teilen der Welt waren die Aussichten teils besser. Fotos aus den USA, Bolivien und Rom zeigen das spektakuläre Himmelsphänomen. 

Weitere Mond-Spektakel in kommenden Jahren

Chancen auf ein solches Schauspiel gibt es aber in Deutschland auch in den kommenden Jahren. Eine sogenannte Halbschattenfinsternis wird es in der Nacht zum 21. Februar kommenden Jahres geben. Dabei taucht der Mond nicht in den Kernschatten der Erde ein. Die Verdunkelung ist bei einer solchen Finsternis oft nur sehr schwach. Eine totale Mondfinsternis gibt es erst am 31. Dezember 2028 wieder.

Quelle: dpa

 

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