Volksfeste

Woher die Bergkirchweih-Gäste kommen

29. Mai 2026 , 04:00 Uhr

Mobilfunkdaten zeigen, dass die Menschen teils von weit anreisen, das Fest trotzdem sehr regional ist und die Besucher nicht so lange auf dem Berg bleiben wie auf der Wiesn.

Wenn der Berg ruft – in Erlangen also Bergkirchweih ist – kommen Menschen aus den meisten Gegenden Deutschlands. Aus mehr als 270 Landkreisen, Kreisen und kreisfreien Städten sind in der ersten Hälfte des Festes mindestens 20 Menschen angereist, wie eine Mobilfunkdatenanalyse von O2 Telefonica und Invenium Data Insights ergibt. Insgesamt kommt sie im Zeitraum vom 21. bis 26. Mai auf mehr als 640.000 Besucher. Das Fest dauert noch bis zum 1. Juni. 

Die anonymisierten Daten beziehen sich dabei nicht auf den Wohnort der Menschen, sondern darauf, wo sie am Morgen vor dem Bergkirchweih-Besuch gestartet sind. Einige haben dabei eine weite Anfahrt auf sich genommen. Bis aus Nordfriesland kamen Menschen auf den Berg, aus Hamburg 300, aus Berlin fast 1.000. Und auch aus dem Ausland gibt es Besucher, auch wenn die nur 4,5 Prozent ausmachen. Die größte Gruppe sind dabei US-Amerikaner vor Briten, Schweizern und Österreichern – diese Gruppen wurden unabhängig vom Anreisetag erfasst. 

Die Bergkirchweih ist damit allerdings sehr viel regionaler als das Münchner Oktoberfest, bei dem mehr als ein Viertel der Besucher aus dem Ausland kommt. Bei der Bergkirchweih dominieren Menschen aus Erlangen, die gut ein Drittel der Besucher stellen, dem Landkreis Erlangen-Höchstadt mit einem Sechstel sowie Nürnberg mit fast einem Neuntel.

«Die Bergkirchweih ist ein Stück bayerische Mobilität», sagt Jörg Kablitz von Telefónica Deutschland. Die Analyse zeige «eine enorme Verankerung in Erlangen, der Metropolregion Nürnberg sowie im gesamten nordbayerischen Raum.» 

Auf dem Berg wird kürzer als auf der Wiesn gefeiert

Im Schnitt blieben die Besucher knapp vier Stunden auf der Bergkirchweih – deutlich weniger als die 5:41 Stunden auf dem Oktoberfest. Sie kamen vor allem abends. Am ersten Samstag des Festes waren um 21.30 Uhr 80.000 Menschen gleichzeitig auf dem Berg. Die über einen ganzen Tag verteilt meisten Besucher gab es am Sonntag mit 140.000.

Besonders viele Besucher entfallen dabei auf die Altersgruppe von 18 bis 29, die 28 Prozent stellt, sowie auf die 50- bis 59-Jährigen mit 24 Prozent.

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

19.06.2026 Wiesn-Wirt scheitert erneut mit Klage gegen Zeltvergabe Der Wirt Alexander Egger bleibt bei einer Klage gegen die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest erneut erfolglos. Das Verwaltungsgericht wies seinen Eilantrag ab. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen. 18.06.2026 Wiesn: Grünes Licht für Aufbau, Streit um Zelt-Vergabe offen Erleichterung in München: Der Aufbau der Wiesn-Zelte kann starten, die Wiesn sieht aus wie immer. Der Streit um die begehrten Plätze schwelt aber weiter. Könnte das Fest bald ganz anders aussehen? 18.06.2026 Wiesnzelt-Aufbau kann starten - Stadt München erleichtert Münchens Wiesn-Fans können aufatmen: Der Aufbau der legendären Festzelte startet wie geplant. 18.06.2026 Gericht gibt grünes Licht für Aufbau der Wiesn-Zelte Ein Münchner Wirt kämpft dafür, dass die begehrten Plätze auf dem Oktoberfest europaweit ausgeschrieben werden müssen. Jetzt gibt es dazu eine Entscheidung.