München

Wiesn-Anstich und Stadtrat: Krause zeigt sich offen für CSU

23. April 2026 , 16:32 Uhr

Grüner OB, CSU - und Wiesn: Krause freut sich aufs Anzapfen und das erste Prosit mit Söder zum Oktoberfeststart. Wie sieht er heute seine Aussage von der «größten offenen Drogenszene» der Welt?

Münchens neu gewählter Oberbürgermeister Dominik Krause ist ein Wiesn-Fan – und freut sich darauf, als OB das Oktoberfest zu eröffnen. Dabei hatte er Ende 2023 die Wiesn die «weltweit größte offene Drogenszene» genannt. Das Zitat sei auf eine Frage zur Cannabis-Legalisierung gefallen, sagte er nun dem Sender «Antenne Bayern». Es seien sehr schnell kurze Fragen gestellt worden. «Ich glaube, gerade in dieser Verkürzung kam da was anderes rüber als das, um was es eigentlich ging. Deswegen: Ich würde es so nicht nochmal sagen.»

Krause über Söder: Kommen gut miteinander aus 

Nun freut er sich darauf, mit dem Anzapfen des ersten Fasses das Oktoberfest zu eröffnen – das erfülle ihn auch mit Stolz, sagte der 35-Jährige. Über den Moment, wenn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zum ersten Mal die erste Maß von einem Grünen Oberbürgermeister erhalte, werde viel gefrotzelt – «aber ich bin, ehrlich gesagt, ganz entspannt», so Krause. «Wir haben uns auch schon vor der Wahl einige Male gesehen und kamen gut miteinander aus. Es gibt sicher unterschiedliche Sichtweisen an der einen oder anderen Stelle, aber ich glaube, dass wir dann erfolgreich sind, wenn der Freistaat und die Stadt München gut zusammenarbeiten.»

Krause tritt sein Amt als OB offiziell im Mai an. Nach Sondierungen mit anderen Stadtratsparteien hatte er auch mit der CSU über eine Zusammenarbeit geredet. «Wir haben lange gesprochen und Positionen ausgetauscht. Es gibt Schnittmengen, aber auch Unterschiede», sagte er nach dem Treffen zwischen Grünen und CSU am Mittwochabend. 

Krause will Anzapfen üben 

Zum Anstich im September sagte er dem Sender Antenne Bayern weiter, er glaube, dass es «ein sehr netter Tag» werde – «vor allem auch, weil die Wiesn einfach eine super Sache ist». Das Anzapfen will er wie seine Vorgänger vorsorglich üben, auch wenn er das eigentlich bislang schon gut geschafft hat. 

«Ich habe mir aber sagen lassen, dass die Münchner Oberbürgermeister so ab den Sommerferien anfangen, das Training aufzunehmen. Da bin ich auch nicht der Erste und so werde ich das dann auch handhaben. Ich habe auch schon das ein oder andere Angebot, wo das stattfinden kann.» Der frühere Oberbürgermeister Thomas Wimmer soll beim ersten Mal 17 Schläge gebraucht haben – Standard waren zuletzt zwei Schläge, allerhöchsten drei.

Quelle: dpa

 

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