Kuriose Feiertagstrends

«Weinendes Pferd» und Film-Bösewicht: China feiert Neujahr

06. Februar 2026 , 03:38 Uhr

Zum chinesischen Neujahrsfest sorgen ein trübseliges Stofftier und Harry-Potter-Figur Draco Malfoy für Aufsehen. Eines der unerwarteten Maskottchen der Festtage verdankt sich einem Produktionsfehler.

In China haben sich ein weinendes Stoffpferd und ein Harry-Potter-Bösewicht zu unerwarteten Maskottchen des anstehenden Neujahrsfests entwickelt. Kurz vor Beginn der wichtigsten Feiertage des Jahres sorgen beide Phänomene für Gesprächsstoff.

Das chinesische Neujahrsfest, auch Frühlingsfest genannt, fällt in diesem Jahr auf den 17. Februar und läutet nach dem traditionellen Mondkalender diesmal das Jahr des Feuerpferdes ein. Familien kommen zusammen, Wohnungen und Straßen füllen sich mit roten Neujahrsdekorationen. In dieser Atmosphäre stoßen die beiden ungewöhnlichen Trends auf große Resonanz.

Produktionsfehler wird zum Verkaufshit 

Ausgangspunkt für das «weinende Pferd» war ein Produktionsfehler in der ostchinesischen Handelsstadt Yiwu. Bei einem Stofftier war der Mund versehentlich verkehrt herum angenäht, sodass das Pferd traurig statt fröhlich wirkte. 

Nachdem eine Käuferin das Missgeschick per Foto im Internet geteilt hatte, entwickelte sich das weinende Pferd rasch zum Internetphänomen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Der Hersteller reagierte schnell, baute die Produktion aus und verkauft das missgelaunte Stofftier inzwischen in großer Stückzahl.

Maskottchen dank Wortspiel

Parallel dazu hat sich im Netz ein ganz anderer Glücksbote etabliert. Auch Harry Potters aus dem Kino bekannter Gegenspieler Draco Malfoy, gespielt vom britischen Schauspieler Tom Felton, wird von einigen chinesischen Internetnutzern als Neujahrsmaskottchen gefeiert. 

Auslöser ist ein Wortspiel: In der chinesischen Übersetzung wird Malfoys Name als «ma er fu» wiedergegeben. Das klingt wie eine Kombination aus den Schriftzeichen für Pferd und Glück. Deshalb taucht sein Gesicht nun auf roten Neujahrsbildern und Türdekorationen auf.

Quelle: dpa

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