Beschlüsse alleine bringen noch keine Oberleitung. Das sagt der Vorsitzende des IHK-Verkehrsausschusses Michael Möschel zur stockenden Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale. Schon lange wartet die Region darauf. Nach zuletzt positiven Signalen aus Berlin stockt das Projekt nun erneut.
Für die Fortführung der Planungen im Abschnitt Nürnberg – Schnabelwaid hat der Haushaltsausschuss des Bundestags im vergangenen Jahr die notwenigen Mittel freigegeben. Zudem besteht im Abschnitt Hof – Martinlamitz seit März Baurecht. Passiert ist seitens des Bundesverkehrsministeriums seitdem nichts. Es könne nicht sein, dass das Ministerium dies offenbar ignoriert, heißt es in der Mitteilung der IHK. Auf tschechischer Seite wächst der Unmut ebenfalls. Vor über 30 Jahren einigten sich alle auf die grenzüberschreitende Elektrifizierung als gemeinsames Ziel. Tschechien habe seine Hausaufgaben erledigt, auf deutscher Seite wachse dagegen der Investitionsstau, so die IHK. Sie fordert das Verkehrsministerium dazu auf, die erforderlichen Mittel für die Fortführung der Planung der Deutschen Bahn zur Verfügung zu stellen und dem Planungsrecht zwischen Hof und Martinlamitz Taten folgen zu lassen.