Großbrand

Brand im Hohen Venn: Wind bereitet aktuell keine Probleme

18. August 2026 , 07:44 Uhr

Im Hohen Venn gehen die Löscharbeiten weiter. Ein ungünstiger Westwind ist bisher ausgeblieben, der Regen soll stärker werden. Der Brand greift weiter nicht nach Deutschland über.

Unterstützt von leichtem Nieselregen kämpfen die Einsatzkräfte im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien direkt an der Grenze zu Deutschland weiter gegen einen der größten Waldbrände der belgischen Geschichte. Im Laufe des Tages sollte sich nach den Vorhersagen der Regen intensivieren, sagte der Stellvertreter der Bürgermeisterin von Monschau, Franz-Karl Boden. 

Anders als am Vortag befürchtet, gebe es bisher keinen ungünstigen West- oder Südwestwind, der das Feuer in Richtung deutsche Grenze treiben könnte, sagte Boden. Mit dem Tageslicht würden die Löscharbeiten wieder verstärkt. Dann könnten auch Hubschrauber wieder eingesetzt werden. 

Ein dpa-Reporter berichtete von starker Rauchentwicklung im Grenzgebiet. Wegen der möglichen starken Rauchbelastung waren am Sonntagabend etwa 30 Bewohner von Monschau-Kalterherberg evakuiert worden. Die meisten kamen laut Stadt bei Freunden oder Verwandten unter. 

Am Montagabend war die Brandlinie nach Angaben der Feuerwehr Monschau rund 2,3 Kilometer von der deutschen Landesgrenze entfernt. «An der Situation hat sich nichts Grundlegendes geändert», sagte Boden. In mehreren Schichten waren laut Feuerwehr insgesamt 240 deutsche Einsatzkräfte von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten und Polizei im Einsatz.

Die Bekämpfung des Brandes ist wegen des torfhaltigen Bodens in dem Naturschutzgebiet besonders schwierig, wie belgische Feuerwehrkräfte erläutert hatten.

Quelle: dpa

 

Das könnte Dich auch interessieren

16.08.2026 Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet Wegen des Waldbrandes im Hohen Venn müssen Anwohner in Deutschland ihre Häuser verlassen. Eine Notunterkunft ist eingerichtet. 16.08.2026 Angst vor der Feuerfront in der Eifel Gleich zwei Waldbrände bedrohen Orte in der Eifel: Was Bewohner aus Monschau und Hürtgenwald zwischen Hoffnung, Zusammenhalt und Sorge um ihr Zuhause berichten. 16.08.2026 Großbrände: Hürtgenwald unter Kontrolle, Monschau entspannt Zwei große Waldbrände in NRW sorgen für kräftezehrende Einsätze und massive Sorgen. Nun entspannt sich die Situation in Monschau an der belgischen Grenze und im nicht weit entfernten Hürtgenwald. 15.08.2026 Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.