Seit kurz nach 18 Uhr läuft im Plauener Stadtteil Meßbach ein Großeinsatz der Feuerwehren. Rund 120 Einsatzkräfte sind zu einem großen Waldbrand im Bereich des Touristenwegs ausgerückt. Laut Patrick Heinritz, Leiter der Feuerwehr Plauen, hatte sich das Feuer im Laufe der Nacht auf eine Fläche von über sechs Hektar ausgebreitet:
Die Problematik ist ganz einfach die Zufahrt. Wir kommen an viele Bereiche des Waldes nicht heran. Wir haben eine Hanglage zu bewältigen, was natürlich die Löschmaßnahmen oder auch das fußläufige Gehen, in den Wald wirklich sehr schwierig macht und nur unter äußerster Vorsicht durchgeführt werden kann.
Für einen besseren Lageüberblick waren in der Nacht auch Drohnen im Einsatz. Ab etwa 7 Uhr morgens sollen drei Hubschrauber zur Unterstützung dazukommen. Die sollen Löschwasser aus der Talsperre Pirk aufnehmen und über dem Brandgebiet abwerfen, schreibt die Stadt Plauen. Unterdessen ermittelt die Kripo zur Brandursache.
Auch Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner war in der Nacht am Brandort:
Wir sehen, es handelt sich nicht um einen Bagatellbrand, sondern um ein ausgewiesenes und ausgewachsenes Brandereignis. Und für mich ist es natürlich selbstverständlich, dann auch vor Ort zu sein, die Lage mit einschätzen zu können und Informationen zu bekommen. Ich bin den Einsatzkräften besonders dankbar, die sehr schnell und sehr umsichtig reagieren. Und man sieht auch, dieses übergreifende Zusammenarbeiten funktioniert sehr gut.
Steffen Zenner geht davon aus, dass sich die Löscharbeiten noch den ganzen Tag hinziehen werden. Wegen der aktuellen Trockenheit appelliert er, nicht im Wald zu rauchen oder Autos auf trockenem Boden zu parken.