Superstar droht mit Rücktritt

Verstappen ohne Fahrspaß: Lieber Familie als Formel 1?

30. März 2026 , 05:25 Uhr

Max Verstappen ist die Lust auf die Formel 1 gründlich vergangen. Wegen der neuen Elektro-Regeln erwägt er anscheinend einen drastischen Schritt.

In seinem Ärger über die neuen Formel-1-Technikregeln droht der viermalige Weltmeister Max Verstappen immer offener mit Rücktritt. «Ich denke über alles nach, was hier in der Boxengasse vor sich geht», sagte der 28 Jahre alte Niederländer der BBC nach dem Rennen in Japan.

Er sei privat sehr glücklich, müsse aber nun rund 20 Rennen warten, ehe sich die sportlichen Bedingungen in der Königsklasse wieder ändern könnten. «Und dann fragt man sich einfach: Lohnt sich das? Oder genieße ich es mehr, zu Hause bei meiner Familie zu sein? Meine Freunde öfter zu sehen, wenn man keinen Spaß am Sport hat?», sagte der Red-Bull-Pilot.

Verstappen wettert seit längerem über die neuen Bestimmungen, unter denen der Elektro-Anteil des Motors eine viel größere Rolle spielt. Die Piloten müssen immer wieder die Batterie laden und häufiger vom Gas gehen. Das kommt Verstappens Talent wenig entgegen.

Schon großer Rückstand in der WM

«Natürlich versuche ich, mich darauf einzustellen, aber die Art und Weise, wie man hier fahren muss, ist nicht schön. Das ist wirklich das Gegenteil von Fahrspaß. Und irgendwann ist es einfach nicht mehr das, was ich machen will», erklärte Verstappen. Es gehe ihm auch nicht darum, einfach noch mehr Geld in der Formel 1 zu verdienen. 

Der frühere Serien-Champion versicherte, sein Frust entspringe nicht der aktuellen Schwäche seines Autos. Nach drei Saisonläufen liegt er als WM-Neunter schon 60 Punkte hinter dem führenden Mercedes-Piloten Kimi Antonelli. Er könne siebte oder achte Plätze akzeptieren, sagte Verstappen. Zugleich bekräftigte er: «Ich möchte hier sein, um Spaß zu haben, eine tolle Zeit zu verbringen und es zu genießen. Im Moment ist das aber nicht wirklich der Fall.»

Verstappen hat beim Red-Bull-Team noch einen Vertrag bis 2028, besitzt Branchenexperten zufolge aber eine Ausstiegsklausel zum Saisonende. Zuletzt nahm er mehrfach an Langstrecken-Rennen teil. Auch sein Vater Jos warnte via «Telegraaf» bereits: «Das Fahren in diesen Autos fordert ihn nicht. Ehrlich gesagt, befürchte ich, dass Max seine Motivation verliert.»

Quelle: dpa

 

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