Tod einer Frau

Russische Biowaffe? Trump geht nicht davon aus

07. Oktober 2026 , 21:02 Uhr

Nach dem Tod einer jungen Wissenschaftlerin in Sibirien gibt es einige Gerüchte zu den Hintergründen. Auch über Biowaffen wird spekuliert. Was denkt der US-Präsident dazu?

US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben aktuell nicht davon aus, dass der Tod der Mitarbeiterin eines Pest-Forschungszentrums in Sibirien in Zusammenhang mit einer Biowaffe steht. Auf eine entsprechende Frage sagte er im Weißen Haus: «Nun, das glauben wir nicht.» Man werde es bald herausfinden. 

Worauf er sich bei seiner Einschätzung stützt, erläuterte Trump dabei nicht. Der US-Präsident machte deutlich, dass sein angekündigtes Telefonat mit Kremlchef Wladimir Putin noch aussteht. 

Verdacht auf Lungen-Pest – Trump will mit Putin reden

Trump hatte am Dienstag verkündet, dass er wegen des undurchsichtigen Krankheitsfalls, bei dem der Verdacht auf Lungenpest im Raum steht, mit Putin telefonieren wolle. Dass Telefonat werde sehr bald stattfinden, sagte Trump in dem Zuge. Das US-Außenministerium hatte die russischen Behörden bereits zuvor aufgefordert, Informationen schnell und transparent mitzuteilen.

Auf die Frage, ob er von Russland aktuell denselben Eindruck bekomme wie zu Beginn der Corona-Pandemie von China, sagte Trump nun: «China hat nicht viel gesagt, und Russland sagt auch nicht viel. Aber sie sagen, dass sie die Lage sehr gut im Griff haben.»

Wissenschaftlerin starb Ende vergangener Woche

Die 28 Jahre alte Wissenschaftlerin, die am Institut zur Bekämpfung von Pestkrankheiten arbeitete, war am Freitag im Kreiskrankenhaus der Stadt Schelechow bei Irkutsk in Sibirien gestorben. Nach Angaben der für Seuchenbekämpfung zuständigen russischen Behörde ist der Tod der Frau nicht auf einen Pesterreger zurückzuführen. Als Todesursache nannte sie eine «Lungenentzündung unbekannter Herkunft». 

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bat Russland inzwischen um Informationen über einen möglichen weiteren Todesfall durch eine Lungenentzündung in Irkutsk. 

Lungenpest ist eine schwere Form der durch das Bakterium Yersinia pestis verursachten Pest. Sie kann entstehen, wenn sich die Infektion auf die Lunge ausbreitet. Die Erkrankung ist mit Antibiotika behandelbar, wenn die Therapie früh beginnt.

Quelle: dpa

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