Einsatz

Verdacht auf giftiges Quecksilber - DHL-Zentrum evakuiert

22. September 2026 , 21:40 Uhr

Eine Paketzustellerin meldet der Polizei Symptome, die auf giftiges Quecksilber hindeuten könnten. Spezialisten sind im Paketzustellzentrum in Leizen in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz.

Das DHL-Paketzustellzentrum im mecklenburgischen Leizen ist wegen eines Gefahrstoffverdachts evakuiert worden. Eine Paketzustellerin habe sich am Dienstag bei der Polizei gemeldet und über körperliche Beschwerden geklagt, die einer Vergiftungserscheinung ähneln, teilte die Rostocker Polizei mit. Die Symptome könnten auf Quecksilber deuten, sagte ein Polizeisprecher. 

Polizei und Feuerwehr seit dem Nachmittag im Einsatz

Über 20 Mitarbeiter seien vorsichtshalber evakuiert worden. Spezialisten der Feuerwehr klärten aktuell, um welchen Gefahrstoff es sich handeln könnte. Seit dem Nachmittag seien Polizei und Feuerwehr an dem DHL-Standort im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Einsatz. «Die Ermittlungen zur Ursache und den weiteren Umständen des Vorfalls dauern an», schrieb die Polizei. DHL war zunächst nicht erreichbar.

Welche Symptome die 50 Jahre alte Paketzustellerin hatte, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. Nach ihren Angaben könnten die Beschwerden im Zusammenhang mit einer Flüssigkeit stehen, mit der sie am Freitag bei ihrer Tätigkeit als Zustellerin in Kontakt gekommen sein soll. Die Frau befindet sich in ärztlicher Behandlung.

Quecksilber: bei Raumtemperatur flüssig

Das hochgiftige Schwermetall Quecksilber ist das einzige Metall, das bei Raumtemperatur flüssig ist. Es kann bei einer Belastung über längere Zeit zu schweren Gesundheitsschäden führen. Beispielsweise durch das Einatmen von Quecksilberdämpfen können Gehirn, Lunge, Nieren und das Immunsystem dauerhaft geschädigt werden.

Quecksilberfund am Wochenende – zwei Frauen verletzt

Am Wochenende war in Neustadt-Glewe – ebenfalls in Mecklenburg-Vorpommern – eine Wohnung nach einem Quecksilberfund geräumt worden. Eine der Bewohnerinnen habe online Blumen bestellt, in der Lieferung sei der gefährliche Stoff entdeckt worden, hatte die Polizei mitgeteilt. 

Der Verdacht auf Quecksilber wurde nach Angaben der Polizei von Spezialkräften der Feuerwehr aus Hamburg bestätigt. Zwei Bewohnerinnen mussten ärztlich behandelt werden. Ob ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen besteht, werde derzeit geprüft, so die Polizei.

,

Quelle: dpa

Das könnte Dich auch interessieren

20.09.2026 Wenn das Herz stillsteht: Mit bloßen Händen Leben retten Wenn der Partner oder die Kollegin zusammenbricht, kommt es auf jede Sekunde an. Doch viele sind in Sachen Wiederbelebung unsicher. Welche Folgen das hat - und welche Hoffnung auf der Jugend ruht. 22.09.2026 Rauch in Eurowings-Flieger: Sicherheitslandung in Düsseldorf Kurz nach ihrem Start am Düsseldorfer Flughafen meldet eine Eurowings-Maschine eine leichte Rauchentwicklung. Sie muss sofort landen. Die Feuerwehr rückt mit einem Großaufgebot aus. 22.09.2026 Deutscher Urlauber stürzt in Südtirol zu Tode Auf einem Höhenweg in den Dolomiten gerät ein 57 Jahre alter Deutscher ins Straucheln. Den 200 Meter tiefen Sturz überlebt er nicht. Seine Ehefrau wird nun von der Notfallseelsorge betreut. 22.09.2026 Frei sichert Merz Rückhalt der Unionsfraktion zu Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion tagt erstmals nach dem Wahldebakel: Ihr Vorsitzender stärkt Merz den Rücken. Von einem früheren Fraktionschef kommt dagegen offene Kritik.