Im Spätsommer 2022 ist es in Marktredwitz zu einem Umweltskandal gekommen: Aufgefallen ist der in der Kläranlage, jemand muss hochgiftige Stoffe ins Wasser geleitet haben – unter anderem Schwermetalle und Säuren. Auch in den Fluss Kösseine sind die Gifte gelangt. Die Behörden mussten das Wasser mit großem Aufwand wieder reinigen. In einem Berufungsprozess in Hof ging es jetzt um die Strafe für den möglichen Verursacher:
Vor Gericht stand ein 60-jähriger Mann, der in Marktredwitz ein hochbelastetes Grundstück besitzt. Darüber berichtet die Frankenpost. Sowohl für das Amtsgericht Wunsiedel als Vorinstanz als auch für das Landgericht Hof war es schwer nachzuweisen, dass der Angeklagte die giftigen Stoffe tatsächlich in die umliegenden Gewässer eingeleitet hat. Die Verteidigung hat sogar auf Freispruch plädiert. Letztendlich kam das Landgericht Hof als Berufungsinstanz zu einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen à 35 Euro. Das liegt noch unter dem vorherigen Strafmaß des Amtsgerichts. Was allerdings mit dem komplett vergifteten Grundstück des Mannes in Marktredwitz passiert, das dürfte für die Behörden noch spannend werden.