Der Hauptsitz in Stein bei Nürnberg soll ein Kompetenz- und Innovationszentrum für hochwertige Premiumprodukte werden – die Produktion an kleineren Standorten wie Geroldsgrün soll nach Brasilien und Peru gehen. Die IG Metall kritisiert die Pläne zur Neuausrichtung des Schreibwarenherstellers Faber-Castell scharf.
Durch die Umstrukturierung sollen rund 130 Industriearbeitsplätze in Franken wegfallen. Am Standort Stein sind nach Angaben der IG Metall 109 Beschäftigte betroffen. In Geroldsgrün im Landkreis Hof sollen 22 Stellen abgebaut werden – das sind mehr als zehn Prozent der Beschäftigten vor Ort, so die IG Metall. Manuel Menger, Betriebsratsvorsitzender von Faber-Castell am Standort Geroldsgrün, ist entsetzt und irritiert vom Vorgehen des Unternehmens. Die Ankündigung sei ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die sich in Geroldsgrün für „ihr“ Faber-Castell tagtäglich mit voller Kraft einsetzen, so Menger. Die IG Metall fordert das Unternehmen auf, gemeinsam mit den Betriebsräten und Arbeitnehmern Alternativkonzepte zu entwickeln, um möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.