Fußball

Technische Probleme und hohe Preise: Unmut um WM-Tickets

02. April 2026 , 15:40 Uhr

Langes Warten, teure Tickets: Auch die aktuelle Verkaufsphase von WM-Eintrittskarten verärgert Fans. Die Preise schwanken teils stark.

Die aktuelle Ticket-Verkaufsphase für die Fußball-WM hat bei Fans für Unmut gesorgt. Zum Start am Mittwoch mussten Anhänger nach Beobachtung der dpa und Fan-Schilderungen in sozialen Netzwerken zufolge teils mehrere Stunden warten, um auf das Online-Portal des Weltverbands FIFA zu gelangen. Einige wurden demnach zudem ins falsche Portal weitergeleitet. 

Der Weltverband ordnete die Probleme nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur als Anlaufschwierigkeiten ein, die schnell gelöst werden konnten. Alle Tickets, die am Mittwoch auf den Markt gekommen waren, wurden demnach verkauft.

Für Ärger sorgen auch weiterhin die Kartenpreise. Der Nachrichtenagentur AP zufolge stiegen sie für einzelne Kategorien im Vergleich zum Verkauf nach der Auslosung im Dezember teils deutlich. Für das Finale am 19. Juli in East Rutherford kosteten Tickets der teuersten Kategorie nun 10.990 Dollar (9.535 Euro). Zuvor lag der Preis bei 8.680 Dollar (7.531 Euro). Auch Eintrittskarten der Kategorien 2 und 3 seien teurer geworden.

Kritik an Ticketpreisen von Fans und Verbraucherorganisation

Die FIFA setzt bei der WM auf ein dynamisches Preismodell. Ticketpreise können sich mehrfach ändern. Zudem ist unklar, wie viele Eintrittskarten überhaupt noch im Verkauf sind. Immer wieder werden weitere Tickets angeboten. Die Fanorganisation «Football Supporters Europe» kämpft in der Politik dafür, die dynamische Preisgestaltung zu verbieten.

Karten für das Eröffnungsspiel von Mexiko gegen Südafrika am 11. Juli in Mexiko-Stadt kosteten heute 2.985 Dollar (2.590 Euro), waren aber schnell nicht mehr verfügbar. Für andere Spiele musste Fans weniger zahlen. So gab es Tickets für das Sechzehntelfinale im San Francisco Bay Area Stadion am 1. Juli für 275 Dollar (239 Euro). Ein Platz bei der Partie Kap Verde gegen Saudi-Arabien in Houston am 27. Juni (MESZ) war für 380 Dollar (330 Euro) zu haben.

Die Ticketpreise sind schon lange Anlass für Kritik und Diskussionen. Wegen der hohen Preise legten die europäische Verbraucherorganisation Euroconsumers und «Football Supporters Europe» zuletzt Beschwerde gegen die FIFA bei der Europäischen Kommission ein. Die FIFA missbrauche ihre Monopol-Stellung, um Fans überhöhte Preise und unfaire Bedingungen aufzuzwingen, hieß es dazu in einer Pressemitteilung.

Quelle: dpa

 

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