Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsrunden steckt die IG Metall mitten in einer intensiven Warnstreik-Welle. Heute will die Gewerkschaft nochmal eine Schippe drauflegen, was Dauer und Menge der Streiks angeht. Sie ruft Zehntausende Beschäftigte in 105 Betrieben in Bayern zu teils langen Warnstreiks auf. Diesmal sind auch Betriebe aus der Euroherz-Region dabei: Die Stahl- und Drahtwerke Röslau, ABM Greiffenberger und Wafios aus Marktredwitz und PIP Fall Protection aus Hof. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld, 110 Euro mehr für Auszubildende und Regelungen zu Gewinnbeteiligung und Beschäftigungssicherung. Der Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie hat in den Tarifverhandlungen bislang eine Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttos im Juli 2027 angeboten. Die monatlichen Entgelte sollen erst ab Juli 2028 um 1,3 Prozent steigen.