Coburg ist Mittelpunkt gewesen der zweiten Tarifrunde der bayerischen Metall- und Elektroindustrie. Rund 3200 Beschäftigte haben vor Beginn der Gespräche demonstriert. Horst Ott von der Gewerkschaft IG Metall:
Also, wir fordern 5% mehr Entgelterhöhung, wir fordern 110 Euro mehr für die Azubis. Darüber hinaus wollen wir, dass, wenn Übergewinne stattfinden, wir daran beteiligt werden, und wir wollen, dass es einen Mitgliederbonus gibt.
Die Metall- und Elektrobranche hat eine Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttos im Juli 2027 und eine Tabellenerhöhung um 1,3 Prozent ab Juli 2028 angeboten. Verhandlungsführer Thomas Kaeser:
Unsere Erwartungshaltung ist ganz eindeutig, dass die IG Metall die dramatische Situation der deutschen Wirtschaft erkennt und dass wir gemeinsam einen Weg finden, um den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen.
Die IG Metall hat das Angebot der Arbeitgeber abgelehnt und spricht von einem drohenden Reallohnverlust. Die Friedenspflicht endet in drei Tagen (31.10.) – danach sind Warnstreiks möglich.