Buhrufe für Kanzler Merz bei Auftritten, schlechte Umfragewerte, allgemeine Unzufriedenheit: Die angekündigten Reformen der Bundesregierung sehen viele Menschen nicht als solche, sondern als krasse Einschnitte. Darunter auch die Kürzungen, die im Gesundheitswesen geplant sind.
Zum Tag der Pflegenden gestern (DI) haben daher viele Krankenhausbeschäftigte in Oberfranken mit Aktionen auf die Lage an ihren Häusern aufmerksam gemacht.
In Hof haben Beschäftigte des Sana Klinikums mit einer Sprechblasenaktion Kritik an den anstehenden Einschnitten genommen und ein Zeichen gesetzt. Wie die Gewerkschaft ver.di Oberfranken-Ost schreibt, gefährden die Pläne die medizinische Versorgung in der gesamten Region. Kürzungen könnten zu Personaleinsparungen, weniger Angeboten und der Schließung einzelner Bereiche führen. Konkret geht es um Tarifanpassungen. Die sollen nicht mehr ausgeglichen und das Pflegebudget nach den Plänen der Regierung begrenzt werden. Gewerkschaft als auch die Beschäftigten sehen das als Rückschritt, wo jahrelang um Fachkräfte gerungen wurde. Die Personaldecke bleibt knapp, berichtet eine Betriebsrätin aus dem Sana Klinikum.
Die aktuellen Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung dürften nicht einseitig auf Kliniken und Beschäftigte abgewälzt werden, meint ver.di.