Stromtrassen wie der SüdOstLink sind umstritten. Auch bei uns in der Region regt sich dagegen immer wieder Widerstand. In der Vergangenheit war ein Streitpunkt, ob die Leitungen über oder unter der Erde verlaufen sollen. Auf Drängen der CSU hat die damalige Bundesregierung 2015 schließlich die Erdverkabelung beschlossen. Jetzt werden aber wieder Stimmen laut, die sich für ein Ende des Erdverkabelungszwangs aussprechen. So spricht sich zum Beispiel Unions-Fraktionsvize Jens Spahn dafür aus. Das Argument: Wenn die Kosten für die Netzbetreiber sinken, dann wäre auch der Strompreis für die Kunden niedriger. Auch Netzbetreiber TenneT, der den SüdOstLink baut, wäre für überirdische Leitungen. So könnte TenneT bis zu 20 Milliarden Euro sparen, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Der SüdOstLink verläuft auch durch Teile der Landkreise Hof und Wunsiedel.