Der Strombedarf steigt durch Wärmepumpen – aber auch immer mehr E-Autos. Gleichzeitig kommt jedes Jahr mehr Strom ins Netz durch den Ausbau von Windparks und PV-Anlagen. Allein in diesem Jahr will der Netzbetreiber Bayernwerk rund 283 Millionen Euro in Oberfranken investieren, sagt Michael Bauer, kommissarischer Leiter der Region Franken:
Es werden beispielsweise Freileitungen verkabelt, die Freileitung verschwindet, Erdkabel werden verlegt. Es werden teilweise auch in der Hochspannung die Beseilungen erneuert. Das heißt der Querschnitt in der Freileitung wird verstärkt. Wir bauen Ortsnetzstationen in den Gemeinden und wir machen das Netz natürlich auch intelligent und ersetzen Betriebsmittel durch intelligente Betriebsmittel.“
Besonders groß ist die Nachfrage nach Ladestationen am Autohof bei Berg. Der Netzbetreiber Bayernwerk investiert deshalb 10,8 Millionen Euro in den Netzausbau. Markus Seidel leitet das Bayernwerk-Kundencenter in Naila:
In Berg sind viele Lastanfragen vorhanden gewesen, beispielsweise für E-LKW-Anlagen und E-PKW-Anlagen. Dementsprechend haben wir geplant, wie wir unsere Netze ausbauen können. Die schnellste Möglichkeit ist gewesen, dass wir von dem Umspannwerk Naila eine neue Kabeltrasse finden, die Richtung Berg geht. Das sind dann insgesamt 12 Kilometer Kabelleitungen geworden, die wir jetzt vom Umspannwerk Naila aus nach Berg legen.“
Dazu gehören auch sechs Trafostationen in Berg und in Gemeindeteilen von Selbitz. Es ist eines der bedeutendsten Ausbauprojekte in Oberfranken. Im Juni soll alles fertig sein.