Stellenstreichung bei Rosenthal: Verhandlungen mit der Gewerkschaft vorerst gescheitert

20. Juni 2024 , 05:30 Uhr

Der Porzellanhersteller Rosenthal will 100 Stellen in Selb und Speichersdorf streichen. Das ist seit März bekannt. Seitdem laufen Verhandlungen mit der Gewerkschaft IGBCE und dem Betriebsrat. Hintergrund ist die wirtschaftliche Lage bei Rosenthal, vor allem durch steigende Kosten und sinkende Auftragseingänge. Doch die Verhandlungen sind gescheitert, heißt es von der Gewerkschaft IGBCE.
Es geht um die Höhe der Abfindungen für die Mitarbeiter. Die richten sich ja unter anderem auch an der Länge der Betriebszugehörigkeit. Hierzu gibt es tarifliche Vorgaben. Gewerkschaftssekretär Benjamin Hannes will aber, dass die Abfindungen noch höher ausfallen. Ein Angebot von Rosenthal hat die Gewerkschaft IGBCE abgelehnt. Laut Benjamin Hannes liegen die Positionen noch ein paar hunderttausend Euro auseinander. Rosenthal hat aber mittlerweile ein neues Angebot vorgelegt, über das jetzt diskutiert wird. Notfalls werden die Verhandlungen wohl vor einer Einigungsstelle weiter beraten. Thema ist auch die Zahl der betroffenen Mitarbeiter. Rund 100 Stellen will Rosenthal streichen. Davon verlieren aber wohl nur 30 bis 35 Mitarbeiter komplett ihren Job. Für andere könnten Teilzeit-Lösungen, Versetzungen, oder der vorzeitige Ruhestand in Frage kommen.

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