«Hab Mut, steh auf!»

Dobrindt ruft zu Optimismus und Leistung wie früher auf

14. Mai 2026 , 13:03 Uhr

Warum der Innenminister frühere Generationen als Vorbild sieht und eine Politik der Mitte für dringend nötig hält.

Zur Bewältigung der großen Aufgaben dieser Zeit wünscht sich Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mehr Optimismus, aber auch mehr Einsatz und Leistung. Die heutige Gesellschaft solle sich die Generationen vor 30, 40, 50 oder 60 Jahren zum Vorbild nehmen, forderte Dobrindt auf dem Katholikentag in Würzburg. «Wo bleibt denn der Optimismus?», fragte er. «Wir sind doch nicht zum ersten Mal in der Bundesrepublik Deutschland vor großen Aufgaben.» Der Umgang mit Herausforderungen sei heute ein anderer als früher.  

Problematisch sei, dass das Misstrauen gegenüber der Politik in Bezug auf die Frage sehr groß sei, ob sie überhaupt noch etwas verändern könne. «Die Polarisierung ist eine unserer größten Krankheiten», sagte Dobrindt im Gespräch mit dem Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Marc Frings. Polarisierer trieben die Gesellschaft auseinander. Kernaufgabe einer Politik der Mitte sei es daher, die Gesellschaft zusammenzuhalten und zu beruhigen. «Ansonsten gewinnen die, die die Polarisierung vorantreiben.»

Leitwort «Hab Mut, steh auf!»

Dobrindt und viele andere Politiker, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), sprechen beim Katholikentag unter anderem auf Podien zu gesellschaftlichen Themen. 

Katholikentage werden vom ZdK veranstaltet, das die katholische Zivilgesellschaft in Deutschland vertritt. Das Leitwort für die Veranstaltung in Würzburg ist «Hab Mut, steh auf!». Mehrere Zehntausend Menschen werden bis zum Sonntag in der Mainstadt erwartet.

Quelle: dpa

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