Seit mittlerweile zwei Jahren zeigt die Fabrik der Fäden im Weisbachschen Haus in Plauen die Textilgeschichte des Vogtlands. Zum Jubiläum läuft dort von heute bis Samstag ein Spitzen-Forum. Dabei geht es auch um die aktuelle Situation der Plauern Textilbranche.
Wie auch viele andere Branchen hat die Plauener Spitze mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. Dazu gehören unter anderem die hohen Zölle in den USA, politische Krisen und Billigkonkurrenz aus Asien. Trotzdem ist die Textilbranche in Plauen recht stabil. Andreas Reinhardt, Vorsitzender des Branchenverbandes Plauener Spitze und Stickereien, sagt: Das liegt vor allem an der Spezialisierung der sechs Markenbetriebe im Vogtland. Die Artikel werden oft in kleineren Stückzahlen gefertigt und auf viele kleine, sehr unterschiedliche Kunden aufgeteilt. Mittlerweile werde die Plauener Spitze nicht nur als Gardine oder Tischwäsche verkauft, so Andreas Reinhardt. Sie wird auch als Fensterdekoration, Mode-Accessoire, Weihnachtsbaumschmuck oder im technischen Bereich als Faser-Kunststoff-Verarbeitung verwendet.