Schwierige wirtschaftliche Situation: Rosenthal will 100 Arbeitsplätze streichen

22. März 2024 , 17:32 Uhr

Es ist ein Rückschlag für die Porzellanindustrie in der Region. Die Firma Rosenthal will rund 100 Arbeitsplätze streichen. Das betrifft den Hauptsitz in Selb sowie die Werke in Selb-Rothbühl und Speichersdorf. Das bestätigt eine Sprecherin des Unternehmens auf Euroherz-Anfrage. Zum Vergleich: Insgesamt arbeiten rund 700 Mitarbeiter für Rosenthal. Hintergrund ist die schwierige wirtschaftliche Situation von Rosenthal. Das Unternehmen nennt die Inflation, die anhaltenden Kriege und die hohen Gaspreise als einige der Faktoren, die die Marktsituation für Rosenthal schwierig machen. Diese Punkte führen zu hohen Kosten, weniger Konsum und damit weniger Auftragseingängen. Unternehmensleitung und Betriebsrat sehen die Notwendigkeit für Maßnahmen, heißt es in einer Mitteilung. Derzeit sei das Unternehmen noch in einer Phase des Austauschs zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat. In den nächsten Monaten gibt es demnach einen Restrukturierungsprozess im Unternehmen. Ende Juni soll es erste Ergebnisse aus den Verhandlungen mit dem Betriebsrat geben. Für die Mitarbeiter will das Unternehmen mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IGBCE sozialverträgliche Lösungen suchen.

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