Auf den oberfränkischen Straßen gab es in der Nacht und am Vormittag rund 100 Unfälle. Fast immer blieb es bei Blechschäden, wie die Polizei auf Nachfrage mitgeteilt hat. Sie berichtet von insgesamt 200 Einsätzen bis 11 Uhr, auch wegen liegengebliebener Fahrzeuge und Kleinunfälle. Vier Personen wurden demnach leicht verletzt. Stundenlang gab es Probleme auf der A72 zwischen Töpen und Hof-Nord. Dort waren zwei LKW zusammengekracht.
Jörg Baumann von der Feuerwehr Köditz bittet alle, bei diesem Winterwetter vorsichtig zu sein:
„Natürlich die Geschwindigkeit anpassen. Das ist das A und O. Die Fahrbahn ist rutschig, es bildet sich dieser Schneematsch, und wenn man dann zu einer Gefahrenbremsung kommt, braucht man viele Meter, bis man anhält. Also von daher: A und O ist, die Geschwindigkeit rauszunehmen, und dann sollte das schon klappen.“
In Plauen sind seit drei Uhr am Morgen alle 28 Fahrzeuge des Winterdienstes im Einsatz, teilt die Stadt mit. Schon am späten Nachmittag hatte der Winterdienst präventiv auf den Straßen gestreut. Wo es in der Region Probleme gibt, hört ihr immer aktuell bei uns im Euroherz-Verkehrsservice.
Einen weiteren Lkw-Unfall gab es gegen sieben Uhr auf der A9 kurz nach Hof-West in südlicher Richtung. Die Aufräum- und Bergungsarbeiten dürften noch einige Stunden in Anspruch nehmen, schreibt die Polizei. Es soll immer wieder Vollsperrungen auf der A9 Richtung Süden geben, so die Prognose. In diesem Zusammenhang sucht die Hofer Verkehrspolizei nach einem weißen Sattelzug, der den Unfall verursacht haben soll. Dieser hatte einen anderen Lkw überholt und war vor ihm eingeschert. Darauf musste der 40-Tonner bremsen und kam ins Schlingern. Erst ist er in die Leitplanke gekracht, der Anhänger ist daraufhin gekippt und hat zwei Fahrstreifen blockiert, samt mehrerer Tonnen Leergut, die er geladen hatte. Der Verursacher ist unterdessen weitergefahren, daher sucht die Polizei Zeugen. Durch die Behinderungen auf den Autobahnen waren auch die Ausweichstrecken heute voll, heißt es weiter.