Dass es ein Mammutprozess mit mindestens 60 Verhandlungstagen werden würde, war schon vor Prozessstart klar: Es geht um den sogenannten Schmieröl-Skandal, in den ein Mineralölunternehmen aus Schwarzenbach an der Saale verwickelt sein soll. Prozesstart war am 16. Januar. Die bisherigen Verhandlungstage waren allein für die Verlesung der Anklageschrift vorgesehen. Heute soll das voraussichtlich abgeschlossen sein, heißt es auf Nachfrage beim Landgericht Hof. Dann können sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern. Verantworten müssen sich neben dem Mineralölhändler aus Schwarzenbach sieben weitere Beschuldigte aus ganz Deutschland. Es geht um Steuerhinterziehung und Steuerhehlerei von über 40 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, über ein Firmengeflecht Kraftstoff aus Polen nach Deutschland gebracht zu haben – ohne die fällige Energiesteuer zu zahlen. Die Ermittler vermuten, dass das Netzwerk um den illegalen Dieselhandel größer ist als bisher gedacht, hieß es zum Prozessauftakt.