Vor dem Landgericht Hof geht’s heute weiter im Prozess des Jahres: Im sogenannten Schmieröl-Skandal stehen acht Angeklagte vor Gericht. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung, Steuerhehlerei und illegaler Dieselhandel. Unter den Angeklagten ist ein bekannter Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale.
Seit Mitte Januar verhandelt das Landgericht Hof und seitdem hat sich noch nicht so viel getan. Denn die vergangenen Prozesstage haben allein der Anklageverlesung gegolten. Das zeigt, wie umfangreich und komplex der Prozess und die Vorwürfe sind. Möglicherweise gibt es auch noch weitere Beteiligte, die noch nicht gefasst sind. Unter den Angeklagten befindet sich der besagte Mineralölhändler aus Schwarzenbach. Er soll gut 90einhalb Millionen Liter Kraftstoff günstig aus dem Ausland eingekauft und als Diesel weiterverkauft haben. Das soll allerdings minderwertiges Schmier- oder Gasöl gewesen sein. Durch diese Machenschaften soll ein Steuerschaden von rund 44 Millionen Euro entstanden sein. Heute haben die Angeklagten jedenfalls erstmals die Möglichkeit sich vor Gericht zu äußern. Mit einer Aussage des Mineralölhändlers aus Schwarzenbach können wir aus gesundheitlichen Gründen allerdings noch nicht rechnen, hieß es von seiner Verteidigerin.