Scharfe Kritik an Koalitionsbeschlüssen: Hausärzteverband Oberfranken warnt vor mehr Belastung und Bürokratie

03. Juli 2026 , 07:15 Uhr

Empörung bei Ärzten und scharfe Kritik von Gewerkschaften und Opposition – die Reaktionen auf die gesundheitspolitischen Reformen der schwarz-roten Bundesregierung fallen überwiegend negativ aus. Anja Tischer, die Vorsitzende des oberfränkischen Hausärzteverbandes, nennt die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung einen sinnlosen bürokratischen Akt. Sie kritisiert vor allem die Haltung, die dahintersteht:

Wir schaffen die telefonische AU ab, weil wir den Ärzten misstrauen, dass sie die sinnvoll einsetzen können. Und wir verlangen von allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine AU ab dem ersten Tag, weil wir ihnen allen unterstellen, es sind Blaumacher.

Auch Krankenkassen kritisieren: Durch das Aus der telefonischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird das Gesundheitssystem als Schreibstube der Arbeitgeber missbraucht.

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