Bundesfamilienministerin Karin Prien will das Elterngeld reformieren. Zum einen soll die Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate sinken, zum anderen müssen beide Elternteile mindestens drei Monate berufliche Auszeit nehmen, um die Förderung zu bekommen. Der Vorschlag stößt auf breite Kritik, auch in den eigenen Reihen. Der hochfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Heiko Hain lehnt die Pläne ab. Statt starrer Vorgaben ist er für eine Wahlfreiheit, bei der Eltern selbst entscheiden können, wie sie ihre Zeit zwischen Familie und Beruf aufteilen wollen. Hain erinnert in einer Mitteilung an den eigentlichen Zweck des Elterngelds, das junge Eltern bis zum Wiedereinstieg in den Beruf unterstützen soll. Durch die Änderungen befürchtet er, dass junge Familien weniger Kinder bekommen könnten.