Prozess um Dieselbetrug: Angeklagter Geschäftsführer äußert sich

31. März 2026 , 06:00 Uhr

Seit Anfang des Jahres müssen sich sieben Leute vor dem Landgericht Hof verantworten, die Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben sollen. Dazu kommt ein Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale, der gut 90,5 Millionen Liter minderwertigen Kraftstoff günstiger als üblich eingekauft und ihn als Diesel weiterverkauft haben soll. Der Geschäftsführer hat sich nun zum ersten Mal geäußert.
In einer Erklärung des Geschäftsführers stelle er sich seiner Verantwortung, heißt es in der Frankenpost. Angefangen haben soll alles mit einem Angebot von Winterdiesel Ende 2023 per E-Mail. Weil ihm das Angebot nicht seriös vorgekommen sei, habe er zunächst abgelehnt. Ein Mitarbeiter des Lieferanten habe ihn durch einen persönlichen Besuch in Schwarzenbach schließlich überzeugen können. Der günstige Preis und die ersparten Verhandlungen mit anderen Mineralölhändlern hätten ihn entlastet. Mitte 2024 sei er misstrauisch geworden und habe den Kraftstoff untersuchen lassen. Auch weil ihm die Lieferanten Druck gemacht hätten, sei er aus dem Geschäft nicht ausgestiegen. Abschließend entschuldigte sich der Geschäftsführer.

Am Donnerstag ist ein Rechtsgespräch mit allen Beteiligten geplant. Dabei könnten umfassende Geständnisse der Angeklagten den Prozess deutlich verkürzen.

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