Prozess um Dieselbetrug: Angeklagter Geschäftsführer äußert sich

31. März 2026 , 06:00 Uhr

Seit Anfang des Jahres müssen sich sieben Leute vor dem Landgericht Hof verantworten, die Steuern in Millionenhöhe hinterzogen haben sollen. Dazu kommt ein Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale, der gut 90,5 Millionen Liter minderwertigen Kraftstoff günstiger als üblich eingekauft und ihn als Diesel weiterverkauft haben soll. Der Geschäftsführer hat sich nun zum ersten Mal geäußert.
In einer Erklärung des Geschäftsführers stelle er sich seiner Verantwortung, heißt es in der Frankenpost. Angefangen haben soll alles mit einem Angebot von Winterdiesel Ende 2023 per E-Mail. Weil ihm das Angebot nicht seriös vorgekommen sei, habe er zunächst abgelehnt. Ein Mitarbeiter des Lieferanten habe ihn durch einen persönlichen Besuch in Schwarzenbach schließlich überzeugen können. Der günstige Preis und die ersparten Verhandlungen mit anderen Mineralölhändlern hätten ihn entlastet. Mitte 2024 sei er misstrauisch geworden und habe den Kraftstoff untersuchen lassen. Auch weil ihm die Lieferanten Druck gemacht hätten, sei er aus dem Geschäft nicht ausgestiegen. Abschließend entschuldigte sich der Geschäftsführer.

Am Donnerstag ist ein Rechtsgespräch mit allen Beteiligten geplant. Dabei könnten umfassende Geständnisse der Angeklagten den Prozess deutlich verkürzen.

Das könnte Dich auch interessieren

02.02.2026 Schmieröl-Skandal: Ab heute können sich die Angeklagten äußern Vor dem Landgericht Hof geht’s heute weiter im Prozess des Jahres: Im sogenannten Schmieröl-Skandal stehen acht Angeklagte vor Gericht. Der Vorwurf: Steuerhinterziehung, Steuerhehlerei und illegaler Dieselhandel. Unter den Angeklagten ist ein bekannter Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale. Seit Mitte Januar verhandelt das Landgericht Hof und seitdem hat sich noch nicht so viel getan. Denn 28.01.2026 Illegale Dieselgeschäfte: Umfangreiche Anklageverlesung beendet Es geht um Steuerhinterziehung, Steuerhehlerei und illegalen Dieselhandel. Dafür müssen sich acht Angeklagte vor dem Landgericht Hof verantworten. Darunter ist auch ein Mineralölhändler aus Schwarzenbach an der Saale. Heute ist der Prozess weitergegangen. Allein die Verlesung der über 100 Seiten langen Anklage hat dreieinhalb Prozesstage gedauert. Aus der geht hervor, dass das Ausmaß einen enormen 15.12.2025 "Schmieröl-Skandal" im Landkreis Hof: Hauptverhandlung startet am 16. Januar Der sogenannte „Schmieröl-Skandal“ rund um die Firma Hoffmann aus Schwarzenbach an der Saale sorgt seit über einem Jahr für Aufsehen in der Region. Ende Oktober hatte die Staatsanwaltschaft Hof Anklage wegen des Verdachts der Steuerhehlerei und der bandenmäßigen Steuerhinterziehung erhoben. Das Landgericht Hof hat die Anklage jetzt zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Die Hauptverhandlung beginnt 28.01.2026 Schmieröl-Skandal vor Gericht: Verlesung der Anklageschrift soll heute beendet werden Dass es ein Mammutprozess mit mindestens 60 Verhandlungstagen werden würde, war schon vor Prozessstart klar: Es geht um den sogenannten Schmieröl-Skandal, in den ein Mineralölunternehmen aus Schwarzenbach an der Saale verwickelt sein soll. Prozesstart war am 16. Januar. Die bisherigen Verhandlungstage waren allein für die Verlesung der Anklageschrift vorgesehen. Heute soll das voraussichtlich abgeschlossen sein,