Schon am Mittwoch haben bayernweit Krankenhäuser gegen die geplante Reform der gesetzlichen Krankenversicherung demonstriert. Heute gehen die Proteste in ganz Süddeutschland weiter. Auch das Klinikum Fichtelgebirge in Marktredwitz beteiligt sich.
Von 11 bis 13 Uhr bleibt der Haupteingang des Klinikums symbolisch gesperrt, heißt es in einer Ankündigung. Hintergrund sind die Sparpläne der Bundesregierung zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Krankenhäuser kritisieren vor allem geplante Kürzungen bei ihrer Finanzierung. Für das Klinikum Fichtelgebirge würde das ab 2027 eine zusätzliche Belastung von vier Millionen Euro jährlich bedeuten, heißt es. Das gefährde die Versorgung in der Notaufnahme, bei planbaren Eingriffen und die Ausbildung des medizinischen Nachwuchses. Durch die Transformation der beiden Standorte in Selb und Marktredwitz habe das Klinikum seine Hausaufgaben bereits gemacht – nun sei die Politik am Zug.