Kommunalwahl

Promi-Bewerber bei der Wahl: Wer sitzt im Münchner Stadtrat?

11. März 2026 , 10:19 Uhr

Promis auf dem Wahlzettel: Wer schafft es in den Münchner Stadtrat – und wer bleibt trotz Bekanntheit draußen? Ein Blick hinter die Kulissen der Auszählung.

Unter den Hunderten Bewerbern auf dem Stimmzettel zur Münchner Stadtratswahl waren auch prominente Namen. Nach Auszählung aller Gebiete in München scheint so viel klar: Die frühere «Bunte»-Chefin Patricia Riekel wird nach dem vorläufigen Endergebnis für die FDP in den Stadtrat einziehen. Die 76-Jährige wurde auf der Liste der Partei von Platz vier auf Rang zwei hochgehäufelt – dem vorläufigen Endergebnis zufolge werden vier Vertreter der FDP im Stadtparlament sitzen. 

Bisher war Riekel Fraktionsvorsitzende der FDP im Bezirksausschuss des Stadtteils Bogenhausen. Ihre Homepage hatte sie überschrieben mit «Aus Liebe zu München» und einem Herz.

Auch Klatschreporter Graeter hochgehäufelt  

Aus dem Rennen ist Riekels Berufskollege, der ehemalige – in München weithin bekannte – Klatschreporter Michael Graeter. «Die einzigen im Rathaus, die man kennt, sind ja der (Dieter) Reiter und ich», hatte sie vor der Wahl gesagt. Der 84-Jährige kandidierte auf Platz zwölf der München-Liste und wurde von den Wählerinnen und Wählern auf Rang sieben hochgehäufelt – doch das reicht nicht: Für die München-Liste wird nach den bisherigen Ergebnissen nur ein Kandidat im Stadtrat sitzen. 

Graeter war die Vorlage für die von Franz Xaver Kroetz dargestellte Figur des «Baby Schimmerlos» in Helmut Dietls berühmter 80er-Jahre-Serie «Kir Royal». 

«Marienhof»-Schauspieler Erwin Aljukic verpasst Einzug in Stadtrat 

Auch ein Schauspieler versuchte den Sprung in die Kommunalpolitik: Der 48-jährige Erwin Aljukic, der jahrelang in der ARD-Vorabendserie «Marienhof» die Figur des Frederik Neuhaus spielte, wollte für die Linke in den Münchner Stadtrat einziehen. Angetreten auf Listenplatz acht landete er nun auf Rang zehn. Da voraussichtlich fünf Kandidaten der Linken im Stadtparlament sitzen, hat auch er keine Chance mehr. 

Aljukic hatte vor der Wahl geworben, er setze sich mit seinem «bosnisch-muslimischen Hintergrund» – wie er ihn selbst nennt – für die Sichtbarkeit von Münchnern mit Migrationshintergrund sowie von Menschen mit Behinderungen ein. Derzeit gebe es keinen Rollstuhlfahrer im Münchner Stadtrat – das wolle er ändern.

Quelle: dpa

 

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