Ab dem kommenden Jahr soll der Führerschein wieder bezahlbar werden – das ist der Plan von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Dafür will er zum Beispiel Fragen in der Theorieprüfung und Sonderfahrten streichen und mehr Fahrsimulationen einsetzen. Die Folge: Viele junge Menschen verschieben ihren Führerschein auf 2027 und die Neuanmeldungen bei einigen Fahrschulen gehen zurück. Wie ist die Lage in der Euroherz-Region?
Die Fahrschule Kirchner in Hof und die Fahrschule „step by step“ in Wunsiedel merken, dass die Anmeldezahlen zurückgegangen sind. Im Winter ist es aber immer etwas ruhiger, sagt Fahrlehrer Mario Brunner aus Wunsiedel. Er und Fahrlehrer Gert Haßfurth aus Hof sind sich einig: Bei der Ausbildung der Fahrschüler zu kürzen, ist nicht die Lösung. Beide fordern Entlastungen an anderen Stellen. Mario Brunner schlägt vor, eine Möglichkeit zu schaffen, den Führerschein von der Steuer abzusetzen. Außerdem schlägt er eine Förderung für den Führerschein vor und setzt sich für eine bessere Verkehrserziehung in den Schulen ein. Gert Haßfurth wünscht sich Entlastungen für die Fahrschulen selbst – zum Beispiel bei der Mehrwertsteuer und bei den Spritkosten.