Der Umbau der Strom- und Wärmeversorgung läuft in der Region. Neben Solaranlagen und Windrädern entstehen neue Netze, damit der produzierte Strom auch ankommt. Netzbetreiber TenneT plant gerade eine neue Leitung zwischen Bayern und Sachsen, genauer: Zwischen dem Vogtland und dem Fichtelgebirge. Zwischen Marktleuthen und Kirchenlamitz soll dazu ein neues Umspannwerk entstehen, das als Kreuzung zwischen den verschiedenen Stromtrassen dient. Diese sogenannte Eger-Elster-Leitung sorgt aber schon jetzt für Spannung. Und zwar bei den Anwohnern und betroffenen Städten. Die haben eine Bürgerinitiative gegen den Bau des Umspannwerks gegründet. Der Mitbegründer der Bürgerinitiative in Großwendern, Klaus Hager:
„Die Initiative verfolgt das Ziel, die Veränderung dieser Monster-Umspannwerke in den geplanten Suchräumen, um einfach die Anwohner dementsprechend vor den Folgen dieser Sache zu schützen. Als Anregung an die Tennet: Dass quasi ein offener Dialog stattfinden sollte zwischen den Betroffenen und der Tennet, um einfach Transparenz in dem ganzen Verfahren zu schaffen.“
Das Umspannwerk soll rund 28 Hektar, also ungefähr so groß wie der Marktleuthener Ortsteil Großwendern werden. Heute um 19 Uhr findet ein Informationsabend in der alten Schule in Großwendern statt. Hier will die Bürgerinitiative ihre Bedenken zum geplanten Bauprojekt der Firma Tennet äußern.