Neubesetzung

Niermeyer wird Präsidentin der Bayerischen Theaterakademie

09. Juni 2026 , 15:44 Uhr

Frankfurt, Düsseldorf, Salzburg - die Theater- und Opernregisserin Amélie Niermeyer war schon viel unterwegs. Nun wurde ihr ein wichtiger Posten in München übertragen.

Die Theater- und Opernregisseurin Amélie Niermeyer leitet ab Herbst die Bayerische Theaterakademie August Everding. Kunstminister Markus Blume (CSU) lobte bei der Vertragsunterzeichnung: «Sie weiß, wie man Talente fördert, kreative Räume öffnet und Institutionen mit klarer Haltung führt». Und sie stehe für einen zeitgemäßen Leitungsstil, sei international vernetzt, künstlerisch exzellent und zugleich mit einem feinen Gespür für gesellschaftliche Debatten. Die designierte Präsidentin soll ihr Amt am 1. Oktober antreten. 

Niermeyer erklärte, sie wolle die Theaterakademie künftig stärker international vernetzen. Zudem wolle sie neue Formate zwischen Theater, Musik und digitalen Medien entwickeln und die Zusammenarbeit mit den Münchner Bühnen vertiefen. Ihre Vision für die Ausbildungsstätte: ein Ort, «an dem mutig experimentiert wird und junge Künstlerinnen und Künstler lernen, sich mit ihrer Kunst einzumischen».

Mozarteum und Düsseldorfer Schauspielhaus

Der Posten war mehr als ein Jahr lang interimsmäßig besetzt. Ende April 2025 hatte das Kunstministerium die Trennung von der damaligen Leitung mitgeteilt. 

Niermeyer ist auf ihre neue Aufgabe gut vorbereitet. Sie ist nach eigenen Angaben seit 2011 Regieprofessorin am Mozarteum Salzburg. Sie arbeitete an Bühnen wie dem Residenztheater München, dem Schauspiel Frankfurt, der Deutschen Oper am Rhein, dem Deutschen Theater in Berlin und an der Bayerischen Staatsoper. Zudem war sie Generalintendantin am Theater Freiburg und von 2006 bis 2011 am Düsseldorfer Schauspielhaus.

An der Theaterakademie am Prinzregententheater studieren nach Angaben des Kunstministeriums derzeit rund 175 Studierende in acht Studiengängen. Die Ausbildungsstätte kooperiert in München mit der Hochschule für Musik und Theater, der Ludwig-Maximilians-Universität und der Akademie der Bildenden Künste.

Quelle: dpa

 

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