Newcastle-Krankheit: Hofer Veterinäramt erinnert an Impfpflicht für Geflügel

20. April 2026 , 16:00 Uhr

Nach über 30 Jahren ist die sogenannte Newcastle-Krankheit wieder bei Geflügel in Deutschland aufgetaucht, und zwar in Brandenburg und Bayern. Das Veterinäramt des Landkreises Hof erinnert deshalb an die gesetzliche Impfpflicht. Dabei ist es egal, wie viele Tiere ihr habt: Auch Hobbyhalter sind verpflichtet, ihre Tiere regelmäßig impfen zu lassen, heißt es in der Mitteilung. Neben der Impfung sind auch strenge Biosicherheitsmaßnahmen wichtig, um das Virus draußen zu halten. Ihr solltet zum Beispiel separate Stallkleidung tragen und eure Hände, Werkzeuge und Transportmittel gründlich und regelmäßig desinfizieren. Die Newcastle-Krankheit ist eine weltweit verbreitete, hochansteckende Virusinfektion bei Geflügel, besonders bei Hühnern und Puten.

Aufgrund ihrer ähnlichen Symptomatik zur Geflügelpest wird die Newcastle-Krankheit auch als „atypische Geflügelpest“ bezeichnet. Zu den typischen Krankheitsanzeichen zählen ein deutlicher Abfall der Legeleistung, Abgeschlagenheit, Augenentzündungen, Atemstörungen, grüner Durchfall sowie Lähmungen und zentralnervöse Störungen wie eine charakteristische Kopfschiefhaltung. Geflügelhalterinnen und -halter werden aufgefordert, ihre Bestände aufmerksam zu beobachten und bei Auffälligkeiten in jedem Fall einen Tierarzt hinzuzuziehen.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören unter anderem:

* gründliche Reinigung und Desinfektion der Hände vor dem Betreten der Stallungen
* das Betreten der Stallbereiche ausschließlich mit separater Stallkleidung und geeignetem Schuhwerk
* eine konsequente Trennung zwischen Straßen- und Stallkleidung
* die regelmäßige Reinigung und Desinfektion von Gerätschaften, Transportmitteln und Werkzeugen

Besondere Vorsicht ist bei Tierzukäufen geboten, da diese ein erhebliches Risiko für die Einschleppung der Krankheit darstellen. Zudem kann das Virus über kontaminierte Gegenstände wie Schuhe, Transportkisten oder Gerätschaften indirekt verbreitet werden.

Das könnte Dich auch interessieren

05.08.2026 Traum vom Eigenheim: Hauskauf in der Region besonders erschwinglich Den Traum vom eigenen Haus können sich Familien am ehesten abseits der großen Städte auf dem Land verwirklichen. Der Vogtlandkreis steht im Erschwinglichkeitsindex des Kreditvermittlers Interhyp und des Instituts der deutschen Wirtschaft sachsenweit am besten da. Dort müssen Familien im Schnitt 22 Prozent des Einkommens eines Modellhaushalts mit zwei Kindern für ein typisches Einfamilienhaus aufbringen. 21.04.2026 Stromtrasse SuedOstLink: Verbindung zwischen Bayern und Thüringen steht Lange nichts von der umstrittenen Stromtrasse SuedOstLink gehört. TenneT baut derzeit ja die Erdkabel durch die Region. Wie der Netzbetreiber jetzt mitteilt, ist in diesen Tagen ein zentraler Meilenstein im Projektverlauf erreicht worden: Die Tiefbauarbeiten bei Münchenreuth im Landkreis Hof sind abgeschlossen. Somit konnten Erdkabel von Bayern nach Thüringen verlegt und eine Verbindung zwischen den 29.10.2025 Vogelgrippe in Deutschland: Im Landkreis Hof bis jetzt noch keine Stallpflicht für Hühner Derzeit grassiert in vielen Teilen Deutschlands die Vogelgrippe und in zahlreichen Regionen gibt es bereits Schutzmaßnahmen für Hühner, Gänse und weitere Nutzvögel. Der Landkreis Hof ist momentan noch nicht von Maßnahmen betroffen, allerdings sollten sich in den kommenden Wochen Geflügelhöfe und Legebetriebe darauf einstellen, schätzt Betriebsleiter Roman Mergner vom Bio-Legebetrieb in Leupoldsgrün. Seiner Einschätzung nach 25.08.2026 Klage gegen Frankenwaldbrücken: Entscheidung zum Eilantrag des Bund Naturschutz gefallen Im Februar vergangenes Jahr haben Naturschützer beim Widerstand gegen die geplanten Frankenwaldbrücken ernst gemacht: Beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof haben sie eine sogenannte Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan eingereicht. Im Mai dieses Jahr gabs schließlich noch einen Eilantrag beim Gericht, um einen eventuellen Baustart vor einer Gerichtsentscheidung zu verhindern. Jetzt gab’s Neuigkeiten aus München: So hat der Bayerische