Seit Jahren wartet die Region auf die Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale. Jetzt macht Bayreuths Oberbürgermeister Andreas Zippel das Thema zur Chefsache. Er wolle sich persönlich für die Verbesserung der Bahnanbindung einsetzen, hat er auf einen Antrag der CSU-Stadtratsfraktion im Bayreuther Ferienausschuss geantwortet. Sie wollte von Zippel wissen, welchen Stellenwert die Elektrifizierung für ihn habe. Mit eingleisigen und nicht elektrifizierten Bahnstrecken angebunden zu sein, sei eine gewaltige Bürde, heißt es in der Antwort. Der Bundeshaushalt 2027 biete ersten Informationen zufolge kaum Spielräume für Aus- und Neubauprojekte. Allerdings habe diese Infrastruktur nach Mittel- und Osteuropa ein besonderes Gewicht, auch für die militärische Mobilität in Europa, so Zippel.
Wie anfällig die Strecke zwischen Hof, Bayreuth und Nürnberg ist, hat zuletzt die Sperrung im Pegnitztal gezeigt: Gut ein Jahr konnte die Bahn hier nicht nach regulärem Fahrplan fahren, weil sie die Brücken dort in Ordnung bringen musste. Zum Schulstart sollen die Züge nun wieder regulär fahren.