Der Bundestag hat vergangene Woche das neue Tariftreuegesetz beschlossen – und das sorgt für vorsichtigen Optimismus im oberfränkischen Handwerk. Die Handwerkskammer für Oberfranken spricht von einem guten Kompromiss. Künftig gehen öffentliche Bundesaufträge ab 50.000 Euro nur noch an Betriebe mit Tarifbindung oder vergleichbar guten Arbeitsbedingungen. Präsident Matthias Graßmann sieht darin wieder echte Chancen für regionale Handwerksbetriebe bei Ausschreibungen. Denn viele Handwerkerinnen und Handwerker böten ihren Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen. Auch Vizepräsident Harald Sattler begrüßt das Gesetz – es erschwere Lohndumping bei öffentlichen Aufträgen deutlich.
Kritisch sieht die Handwerkskammer allerdings die zusätzlichen Nachweispflichten, bei denen es nur für tarifgebundene Betriebe Erleichterungen gibt.