Neuer Koalitionsvertrag: Die Stimmen aus Wirtschaft und Handwerk in Oberfranken

10. April 2025 , 07:30 Uhr

Union und SPD haben ihren gemeinsamen Koalitionsvertrag vorgestellt. Anfang Mai könnte der Bundestag Friedrich Merz zum neuen Bundeskanzler wählen. Die SPD möchte zuvor noch die Parteimitglieder über den neuen Koalitionsvertrag abstimmen lassen. Darin stehen auch verschiedene Investitionen in die Wirtschaft. Eine erste Reaktion aus Oberfranken:

IHK-Präsident Michael Waasner begrüßt, dass es jetzt eine Einigung zwischen Union und SPD gibt. Die Wirtschaft in Deutschland könne sich keinen längeren Stillstand bei der Gesetzgebung leisten. Die IHK für Oberfranken Bayreuth fordert jetzt Investitionen: Es brauche Wachstum und mehr Beschäftigung in Deutschland. Die neue Koalition müsse Bürokratie abbauen, Steuern für Unternehmen senken und die soziale Sicherung reformieren. Der neue Koalitionsvertrag sieht unter anderem finanzielle Entlastungen vor. Zum Beispiel bei der Stromsteuer oder durch einen neuen Industriestrompreis für energieintensive Unternehmen.

Die oberfränkischen Handwerksbetriebe blicken mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft. Das schreibt die Handwerkskammer für Oberfranken. Hintergrund ist der neue Geschäftsklima-Index für das erste Quartal 2025. Erfreulich sei, dass viele Betriebe in den ersten Monaten wieder mehr Aufträge bekommen hätten als im Vorjahreszeitraum. Trotzdem mussten viele Handwerksunternehmen mit finanziellen Einbußen klarkommen. Allerdings betont die HWK auch, dass viele selbstständige Handwerker ihre Mitarbeiter gehalten haben oder sogar neues Personal eingestellt haben. Große Erwartungen richtet die Handwerkskammer an die neue Bundesregierung. Die müsse eine Wende in der Wirtschaftspolitik einleiten, so der oberfränkische HWK-Präsident Matthias Graßmann.

Das könnte Dich auch interessieren

10.04.2025 Reaktion auf Koalitionsvertrag: Hain sprich von Politikwende Nach knapp vier Wochen Verhandlungen steht der Koalitionsvertrag von Union und SPD. Erste Reaktionen dazu gibt es bereits: Die Wirtschaft und die Gastronomie begrüßen wesentliche Teile des Vertrags. Auch der hochfränkische CSU-Bundestagsabgeordnete Heiko Hain hat sich geäußert. Die Politikwende werde der Region und Oberfranken guttun, schreibt Hain. Besonders energieintensive Unternehmen wie die Keramik-, Porzellan- und 20.03.2026 IHK Oberfranken: Vorsicht vor Phishing-Mails! Die Industrie- und Handelskammer warnt die oberfränkischen Unternehmen aktuell vor Phishing-Mails. Derzeit gibt es offenbar eine neue Welle an Phishing-Versuchen, meldet die IHK Oberfranken Bayreuth. Die Absender täuschen vor, die Mails stammen von der IHK. In den Mails steht die Forderung, den Jahresabschluss zu übermitteln, da das ja zur Offenlegungspflicht gehöre. Die Kammer fragt Unternehmensdaten 24.02.2026 Oberfranken aus der Krise holen: Wirtschaft schickt gemeinsamen Appell an die Bundesregierung Einen „Befreiungsschlag“ für die oberfränkische Wirtschaft – das fordern die IHK für Oberfranken Bayreuth, die IHK zu Coburg und die Handwerkskammer für Oberfranken in einem gemeinsamen Appell an die Bundesregierung. Die Kammern sprechen von einer ernüchternden Bilanz der vergangenen Jahre. So sind in Oberfranken seit 2019 rund 11.500 Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe verloren gegangen. In 05.12.2025 Schulstreik gegen Wehrpflicht: Schüler dürfen Schulpflicht nicht vernachlässigen Der Bundestag stimmt heute über die geplante Wehrdienstreform ab. Alle 18-Jährigen sollen ab dem kommenden Jahr einen Fragebogen bekommen; Männer sollen wieder zur Musterung; falls sich nicht genug Freiwillige melden, kann später eine Bedarfswehrpflicht folgen. Manche sehen das als Vorstufe zu einer Wehrpflicht. Das Bündnis „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ hat deshalb heute Schülerinnen und Schüler dazu