Viele Kinder nutzen die Buntstifte in der Schule und viele Erwachsene haben die Textmarker auf dem Schreibtisch im Büro liegen: Der Schreibwarenhersteller Faber-Castell stellt seine deutschen Standorte neu auf. Der Stammsitz in Stein bei Nürnberg soll künftig ein zentrales Kompetenz- und Innovationszentrum für hochwertige Premiumprodukte sein. Gleichzeitig plant das Unternehmen, kleinere und weniger ausgelastete Produktionseinheiten aus den Bereichen „Schreiben + Zeichnen“ und „Cosmetics“ nach Brasilien und Peru zu verlagern. Davon ist auch der Standort Geroldsgrün im Landkreis Hof betroffen. Die frei werdenden Flächen in Deutschland will Faber-Castell für den Ausbau moderner High-End-Produktlinien und neuer Technologien nutzen. Durch die Neuausrichtung sollen rund 130 Arbeitsplätze in Produktion und Verwaltung wegfallen. Der Vorstand betont jedoch, dass er gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen sozialverträgliche Lösungen anstrebt – etwa über Altersteilzeit und Ruhestandsregelung. Die Umstrukturierung soll bis Ende März 2027 abgeschlossen sein.