Reality-TV

Mussolini-Enkelin nimmt an italienischem «Big Brother» teil

09. März 2026 , 12:43 Uhr

Sie begann als Model, dann ging sie in die Politik. Dieser kehrte Alessandra Mussolini zuletzt den Rücken. Nun geht es für die Enkelin des faschistischen Diktators Benito Mussolini ins Reality-TV.

Alessandra Mussolini, eine Enkelin des früheren faschistischen Diktators Benito Mussolini (1883-1945), nimmt an der neuen Staffel des italienischen «Promi Big Brother» teil. Der TV-Sender Canale 5 gab die Teilnehmerliste von «Grande Fratello VIP» mit Mussolini (63) als eine der prominentesten Kandidatinnen bekannt. Sie war lange Zeit politisch aktiv und Abgeordnete im italienischen Parlament sowie im Europaparlament.

Auf Instagram teilte Mussolini ein kurzes Video, in dem sie sich vorstellt und vorfreudig zeigt. «Man muss tanzen, man muss singen. Ich möchte von den anderen lernen», sagte sie. An mögliche Kritiker ihrer Teilnahme adressiert erklärte sie: «Also so ist es. Akzeptiert es, findet euch damit ab!» 2020 nahm sie schon an der Tanz-Show «Ballando con le stelle» (Tanzen mit den Sternen) teil.

Früher Model, Schauspielerin und Sängerin

Alessandra Mussolini saß von 2004 bis 2008, von 2014 bis 2019 sowie von 2022 bis 2024 im EU-Parlament. Davor und dazwischen war sie Abgeordnete in beiden italienischen Parlamentskammern. Sie gehörte zunächst einer neofaschistischen, rechtsextremen Kleinstpartei an, später der Berlusconi-Partei Forza Italia, inzwischen gehört sie der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega von Matteo Salvini an. Vor ihrer politischen Karriere war sie als Model, Schauspielerin und Sängerin tätig.

Sie ist die Tochter von Romano Mussolini, dem jüngsten Sohn des Faschisten Benito Mussolini, und dessen erster Frau Maria Scicolone, der Schwester von Filmstar Sophia Loren. 

In Italien sorgte Alessandra Mussolini in der Vergangenheit mehrfach für Kontroversen. Von ihrem Großvater wollte sie sich nicht distanzieren. In einer Talkshow äußerte sich einmal homophob, Jahre später setzte sie sich dann aber für ein Gesetz ein, das homophobe Gewalt stärker unter Strafe stellt.

Quelle: dpa

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