Wenn Kommunen sich Unterstützung von externen Unternehmen holen – seien es Bauleistungen, Planungsbüros oder die IT betreffend – ist ein Vergabeverfahren notwendig. Das heißt, eine Stadtverwaltung schreibt die Leistung aus, prüft mehrere Anbieter und in Hof geht das Ganze dann immer wieder durch den Stadtrat. CSU, FAB und Freie im Hofer Stadtrat wollen das künftig vereinfachen. In einem gemeinsamen Antrag sprechen sich die Stadtratsmitglieder für eine Neufassung der Vergaberichtlinien bei der Stadt Hof aus. Ziel ist es, Bürokratie abzubauen, die Abläufe zu vereinfachen und das möglichst transparent für die Bürger. Der Antrag richtet sich dabei nicht gegen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, heißt es. Im Gegenteil: Sie sollen mehr Handlungsspielraum erhalten, indem sie Entscheidungen eigenständig, auch ohne Stadtrat treffen. Die Zuständigkeiten sollen klarer werden und mehr Zeit für die eigentlichen Aufgaben da sein. Bei strategisch wichtigen Ausschreibungen soll der Stadtrat frühzeitig eingebunden und über regelmäßige Berichte auf dem Laufenden gehalten werden.
Konkrete Ideen des Antrags:
• weniger bürokratische Abstimmungen bei Routinevergaben,
• frühzeitige Einbindung des Stadtrats bei strategisch wichtigen Ausschreibungen,
• klare und einheitliche Standards für wiederkehrende Verfahren,
• eine stärkere Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Lebenszykluskosten,
• eine Überprüfung und zeitgemäße Anpassung der Wertgrenzen.